Aufgeführt am:
Helmut Zapf: Heimat für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier, 2017/18
Dem, der kein Eigentum, keine Heimat, besaß, wurde noch im 19. Jahrhundert die Hochzeit verwehrt. So heißt es in Gesetzesbüchern von 1833: Ein Gemeindebürger hat sich vor seiner Verehelichung gegen die Gemeindeobrigkeit über einen gewissen Nahrungsstand auszuweisen. Die Zulänglichkeit des Vermögens wird mit Berücksichtigung der verschiedenen persönlichen und örtlichen Verhältnisse im einzelnen Falle bemessen. - Und heute? - Heimat, einst ein Neutrum „das Heimat“ hat viele Wurzeln in sich, eine die mir besonders gefällt, das Mittelhochdeutsche hem(e)de, althochdeutsch hemidi, = das Hemd, das Verhüllende und Bedeckende, das Beschützende... - also auch das immer Wärmende, das Verschwitzte, das Zerfetzte und Zerrissene, das wieder Geflickte…