mit Anna Szabelka (Violine), Łukasz Frant (Violoncello), Joanna Galon-Frant (Piano)
Der Solistische Beginn der Violine mündet in eine sprachähnliche musikalische Textur der drei Instrumente; in dieser Textur verschwinden einzelne musikalische Gesten in einem Gewebe, in dem meist nichts deutlich hervortreten muss.
Mich interessiert es, in meiner kompositorischen Arbeit hörend Klang zu entfalten. Ich nenne das Emphase des Hörens. Das emphatische Hören, ist ein Komponieren, in dem das Nach- und Voraushören - die stärkste formschaffende Kraft bildet. Hierbei versuche ich eine spezifische Ausdrucksqualität, die sich vor Beginn einer Komposition gebildet hat und sich im Prozess der Entstehung/Ausarbeitung konkretisiert, möglichst genau nachzuzeichnen und zu realisieren.
kein Werkkommentar
Durch die Betonung des Wechsels der musikalischen Mittel, wird der stetigen Veränderung im Werk „Changements“ Ausdruck verliehen. Dies bezieht sich sowohl auf die Veränderungen in der Natur, als auch des menschlichen Lebens, das unaufhörlich voranschreitet und der Beschleunigung aller Lebensbereiche in unserer Gegenwart ausgesetzt ist.
Durch die Klangstärke des modernen Flügels hat die traditionelle Klaviertrio-Besetzung unter einem bedenklichen klanglichen Ungleichgewicht zu leiden: Die Streicher können sich gegen das Tasteninstrument dynamisch kaum durchsetzen. Meine Triokomposition lässt sich als Prozess des allmählichen Gewinnens einer Balance verstehen. Kann zu Beginn das Klavier ungehindert seine Klangkaskaden entfalten, so tritt es nach und nach in sehr verschiedene Konstellationen zu den Streichern. Diese beharren nach einigen wilden Versuchen, sich gegen den pianistischen Rausch zu stemmen, immer deutlicher auf einem feinen Linienspiel, das gegen Ende die Szene ganz beherrscht – das Klavier beschränkt sich schließlich nur noch auf einige stützende Akkorde, in denen man ein fernes Echo der Klänge des Anfangs hören kann.
kein Werkkommentar
kein Werkkommentar
Das Klaviertrio ist eine sehr beliebte Kammermusikbesetzung, für die in der Klassik und Romantik wichtige Werke geschaffen wurden. Ich habe schon immer auf eine Gelegenheit gewartet für diese Besetzung zu komponieren und damit ein Pendant mit neuen Kompositionstechniken zu schon vorhandenen Werken zu schaffen.
Die Klangstruktur in den ersten beiden Takten bildet den Ausgangspunkt für das Thema und die Stimmung des Stückes. Motive „irren“ jetzt wie in einem Labyrinth. Passagen der Streichinstrumente, teilweise verbunden mit langsamen Glissandi, finden schließlich zum Anfang des Stückes zurück. Dabei werden einige Stationen mit unterschiedlichem musikalischen Charakter durchlaufen, bis das Trio mit einer Coda im klassischen Stil endet.