...hat sich in den letzten Jahren neben den Zepernicker “Randspielen”, den Konzerten und Aktivitäten der Rheinsberger Musikakademie und dem Cottbuser Musikherbst als das zentrale Brandenburgische Festival Neuer Musik in der Landeshauptstadt Potsdam etabliert.
Der künstlerische Stellenwert dieser Konzerttage zeigt sich unter anderem in den ständig wachsenden Besucherzahlen und im erfreulichen Interesse international renommierter Interpreten, hier in Potsdam agieren zu wollen.
Zeitgenössische Kunstmusik im Spannungsfeld der Geschichte - so lautet der diesjährige Rahmen des Festivals. Sechzig Jahre nach dem Ende des verheerenden 2. Weltkrieges, inmitten einer Zeit voller militärischer Auseinandersetzungen, aber auch konsequenter Bemühungen um friedliche Lösungen von Konflikten, in einer Zeit globaler Probleme und Umwälzungen nehmen die Komponisten auf ganz unterschiedliche, eben auch auf besonders subtile Weise in ihren Werken darauf Bezug. Dabei werden die vielfachen Dimensionen von Gewalt und Politik, von Macht und Ohnmacht, von Toleranz und Widerstand mit Blick auf das aktuelle Zeitgeschehen reflektiert und thematisiert.
Nicht zufällig zeigt sich besonders im Einstein-Jahr, dass das Ringen um unverbrauchte, ungewohnte Sichten und Ideen, um
neue Horizonte über das praktische Experiment führt, das beherzt und ungeachtet moderner Zwänge und überkommener Normen gesucht werden muss: Wissenschaft und Kunst liegen hier nah beieinander.
International beachtete Solisten und Ensembles werden spannungs- und konfliktreiche Hörerlebnisse bieten. Wir freuen uns, die japanische Sopranistin Eiko Morikawa, den niederländischen Stimmkünstler Jaap Blonk und den Hamburger Bassisten John Eckhardt in Potsdam begrüßen zu dürfen.
Neben kammermusikalischen und elektroakustischen neuesten Werken aus Brandenburg und Berlin werden Kompositionen zahlreicher international bedeutender Tonkünstler zu hören sein.
Die Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat, dem Potsdamer Komponistenforum, der Universitätsgesellschaft Potsdam und dem klangforum brandenburg wird in diesem Jahr weiterentwickelt und intensiviert: ein Ausdruck der notwendigen Vernetzung mit Gleichgesinnten.