Das Neue Musik-Festival intersonanzen blickte im Jubiläumsjahrgang 25 zurück und nach vorne. Unter der Überschrift transreal wurden zu diesem Anlass für 11 Tage, vom 8.5.- 18.5.2025, die Türen geöffnet. Mit hochkarätiger aktueller Musik an neuen und wichtigen Orten der Kunst in Potsdam – DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam, Museum Barberini und museum FLUXUS+ – wurde die Begegnung mit anderen Künsten fortgesetzt. Darüber hinaus gab es ein Konzert im Palais Lichtenau.
Zeitgenössische Kammermusik traf visuelle Kunst. Mit dem Schwerpunkt Streichquartette (Neo, Kairos, Sonar) und dem Kammerorchester ART Ensemble NRW sowie weiteren internationalen Spitzenensembles in insgesamt 20 Konzerten, Soundwalk, Diskurs und Performances und Installationen (u.a. Black Pencil, LUX:NM, El Perro Andaluz) wurde mit visuell arbeitenden Künstler:innen interagiert. Räume wurden gestaltet: musikalische, klangliche, reale, surreale, virtuelle – transreale.
Die aktuellen technologischen Entwicklungen neuester Medien und die Revolutionierung von Arbeitsprozessen durch KI schafft ungeahnte neue Möglichkeiten und Gefahren. Gerade die Frage nach der individuellen Sichtweise wird neu gestellt. Entsteht daraus eine neue eigene Realität, Virtualität oder Parallelwelt?
In einer Diskursrunde unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Liedtke berichteten und diskutierten Komponist:innen, Künstler:innen und Expert:innen (u.a. aktuelle Stipendiat:innen des Musikfonds) über ihre Erfahrung mit KI-Tools und den Medien von heute und morgen.
Anlässlich des Jubiläumsjahrgangs wurde eine Dokumentation zur 25-jährigen intersonanzen-Geschichte gezeigt.
Der Eröffnungstag der intersonanzen fiel 2025 auf den 8. Mai, dem 80. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus. Zu diesem Anlass konnte Nele Hertling (ehemalige Intendantin des Hebbel-Theaters) zu einem Gespräch eingrladen werden. Sie ist die Tochter des Komponisten Hanning Schröder, dessen Familie in der Nazizeit ein jüdisches Ehepaar in ihrer Wohnung versteckt und damit vor dem Tod bewahrt hat. Das NeoQuartet aus Polen, spielte aus diesem Anlass sein Streichquartett in memoriam: Lied der Moorsoldaten.