Improvisation (Tasten, Moog Synthesizer), Komposition, Intermediale Projekte, Malerei (Assemblagen und Intermedia-Kunst) und Publikationen. Lebt und arbeitet in Berlin, Wien und im GM-KunstRaum Pleetz in Mecklenburg-Vorpommern.
Die Offhandopera als improvisiertes Musiktheater wurde 2012 von Reinhard Gagel entwickelt und hat seitdem über 25 Stücke in Berlin präsentiert. Zuerst als partizipatives offenes Format angelegt, hat sich die Offhandopera im Laufe der Zeit zu einem festen Ensemble zusammengefunden.
Offhandopera Berlin, das sind sieben MusikerInnen bzw. Sängerinnen und eine Schauspielerin, deren Spezialität die multistilistische Improvisation und Live-Performance ist.
Pianist, Kammermusiker. Habilitierter Doktor und Assistenzprofessor am Institut für Kammermusik der Karol-Szymanowski-Musikakademie in Kattowitz. Absolvent der Klavierklasse von Prof. Józef Stompel an der Musikakademie in Kattowitz und Aufbaustudium in der Klasse für Klavierkammermusik von Prof. Maria Szwajger-Kułakowska und Assistenten. Marke Mosia. Student der Scuola Superiore Internazionale di Musica da Camera del Trio di Trieste in Italien. Sie erhielt Stipendien des Ministers für Kultur und Kunst und der Stiftung für die Musik in Zürich.
Sie hat ihr Können in vielen Meisterkursen perfektioniert, sowohl am Klavier - bei Künstlern wie Kevin Kenner, Paul Badura-Skoda, Rudolf Buchbinder, Erick Heidsick - als auch in der Kammermusik - dem Duo Brache Eden & Aleksander Tamir, Yair Kless, Christoph Wyneken, Jerzy Marchwiński, Anthony Spiri, Trio Altenberg. Als Solistin trat sie mit dem Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks, der Schlesischen Philharmonie und dem Aukso Kammerorchester der Stadt Tychy auf. Auf dem 2014 veröffentlichten Album sang Aukso-Górecki zusammen mit Anna Górecka den Solopart von Songs of Joy and Rhythm.
Als Liebhaberin der Kammermusik verwirklicht sie sich vor allem in diesem künstlerischen Bereich, indem sie mit ihrem Mann im Frant Duo und mit Sulamita Ślubowska, Dawid Jadamus und Łukasz Frant im Metropolis Piano Quartet auftritt. Zusammen mit der Band Adastra Piano Trio (mit Anna Szabelka und Łukasz Frant) nahm sie 2 Alben für das Label CD Accord auf. Das Album Stille Musik mit Musik von Alfred Schnittke wurde mit dem renommierten Pizzicato Supersonic Award ausgezeichnet.
Sie ist die Gewinnerin des ersten Preises beim 43. L. van Beethoven Internationaler Kammerwettbewerb in Hradec, Tschechische Republik, 2004. Im November 2005 wurde sie im Duo Frant Duo Finalistin der 29. Internationaler Kammermusikwettbewerb "Premio Vittorio Gui" in Florenz. Im Mai 2007 erhielt Frant Duo den Special Award für das beste Ensemble aus Mitteleuropa beim 10. Internationaler Kammerwettbewerb "Premio Trio di Trieste" in Italien. Im Juli 2023 gewann sie zusammen mit dem Metropolis Piano Quartett den sechsten Preis beim Internationalen Polnischen Musikwettbewerb in Rzeszów.
Preisgekrönter Komponist, Bratschist, Klangkünstler und Professor mit einem breit gefächerten, interdisziplinären Ansatz für digitale Kunst und verwandte Technologien. Er konzentriert sich in erster Linie auf verschiedene Aspekte der Musik-/Klangkomposition und -aufführung, die von der Informatik unterstützt werden, mit einer ständigen Suche nach neuen Klangerlebnissen, die neue Entwicklungen in der computergestützten Klangsynthese, Live-Interaktion, erweiterte instrumentale Techniken und Klangverräumlichung kombinieren. Kompositionen werden in Europa, Amerika und Asien in weltbekannten Konzertsälen/Sendern aufgeführt/gesendet u. umfassen elektroakustische Musik (akusmatisch/interaktiv/multimedial), Instrumentalmusik (z.B. Soloinstrument, Ensemble u. Orchester) u. Klangkunst (z.B. Installationen).
Ängste, Sorgen, Panik, Hilflosigkeit, existenziell spürbare Gefahren sind Situationen, die sowohl das Jahr 2020 als auch Beethovens Leben gemeinsam haben. Folgerichtig war 2020 der 250. Geburtstag Beethovens und es wäre der 85. Geburtstag von Georg Katzer gewesen. Georg Katzer (1935-2019) war ein Pionier der elektroakustischen Musik in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik.
"BTHVN/KTZR und das Jahr 2020" stellt daher die Gemeinsamkeiten heraus, die sich aus beiden Situationen ergeben, indem es eine Reise in Beethovens Geist vorschlägt und die Zuhörer nicht nur mit seiner Musik, sondern vor allem mit seiner herausfordernden Situation als gehörloser Komponist konfrontiert, wofür im Verlauf der Komposition zahlreiche Audioeffekte passend eingesetzt werden, die nach und nach Beethovens unaufhaltsame Taubheit darstellen.
In der zweiten Hälfte des Stückes erscheinen 16x flüchtige Passagen aus Katzers Stück "postscriptum B. 1, 2 und 3" für Cello und Klavier (2017, ebenfalls Beethoven gewidmet), die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Konzept dieser akusmatischen Stereo-Komposition aufweisen.
1. Preis in der Altersgruppe 2
Wojciech Garbowski sucht nach musikalischen Erfahrungen, die seine Grenzen deutlich verschieben und ihn extrem fordern – Kompromisse langweilen ihn, er sucht nach Reibungsenergie.
„Improvisation gehört zu meiner Art, mit Musik umzugehen. Wenn ich musikalisch das übersetze, was mich gerade beschäftigt. Ich mag es zu beobachten, was aus dem Instrument herauskommt.“
Performatives Musizieren interessiert ihn zunehmend. Er hat schon mit vielen Regisseuren gearbeitet, sein größter Leuchtturm war dabei Christoph Marthalers Inszenierung von Charles Ives‘ Universe, incomplete bei der Ruhrtriennale 2018.
Seit seiner Gründung 2006 tastet das Sonar Quartett immer wieder die Ränder der klassischen Musik ab, es erschafft Utopien und improvisiert Klangabdrücke, deren Nachhall schon den Weg zum nächsten notierten Werk nährt. Die vier in Berlin lebenden Musiker:innen Wojciech Garbowski, Salvatore Di Lorenzo, Ian Anderson und Konstantin Manaev verstehen sich als komponierendes Streichquartett, das weit über vermeintliche Genregrenzen hinausgreift, indem es sich auch der eigenen Körper, elektronischer Verstärkung und Verfremdung bedient oder auch bildkünstlerische Werke in Klang verwandelt. Neue Musik geht mit dem Sonar Quartett über das Hör- und Sichtbare hinaus, sie wird für die Spielenden und für die Zuhörer:innen gleichermaßen zu einem taktilen Erlebnis.
Das Sonar Quartett war in den vergangenen Jahren mit Konzerten bei einschlägigen Festivals wie London Ears, Gaudeamus Utrecht, Présences Paris, Tage Neuer Musik Zürich, Pan Music Festival Seoul, Festival Musiiki Aika (Finnland), Huddersfield Contemporary Music Festival, Era Schaeffera Warschau, KLANG Kopenhagen Avantgarde Music Festival, Nauriz XXI Almaty (Kasachstan), Festival de Musica de Morelia(Mexiko) und Open Days Aalborg zu Gast. Daneben konzertierten sie bei den Festivals Ultraschall Berlin, MaerzMusik, dem Forum Neuer Musik des Deutschlandfunk, dem Siemens Arts Program, dem Bachfest Leipzig und den Wittener Tagen für neue Kammermusik.
Vom klassischen Streichquartett Beethovens über selten gespielte Komponisten wie Friedrich Goldmann, das neu erarbeitete Werk „Cat O‘Nine Tails“ von John Zorn bis hin zu jungen Komponist:innen wie beispielsweise Farzia Fallah – das Repertoire des Sonar Quartetts präsentiert eine große musikalische Bandbreite. Davon zeugt auch die Zusammenarbeit mit Künstler:innen wie Dieter Appelt, Alwynne Pritchard – Komponistin und Performerin – oder Beatboxer Daniel Mandolini in einer Komposition von Tobias Schwencke. In Zukunft möchte sich das Ensemble außerdem intensiver mit Elektronik beschäftigen, um die eigenen Werke klanglich zu erweitern.
Als komponierendes Streichquartett schafft das Sonar Quartett in der konsequenten Weiterentwicklung der gemeinsamen Improvisation notierte Kompositionen, reproduzierbar und dennoch flexibel durch die jeweilige Interpretation. Dies bedeutet für die vier Berliner Musiker:innen eine sehr unmittelbare Form des Ausdrucks, die über die Jahre der Zusammenarbeit entstanden ist: das Spielen zeitgenössischer Kompositionen wurde ergänzt, kontrastiert und reflektiert in gemeinsamen Improvisationen. Dabei entstanden magische Klänge, sehr reiche, ungewöhnliche Klangwelten wurden aufgestoßen. In der Folge manifestierte sich der Wunsch, diese Improvisationen festzuhalten, wiederholbar zu machen und dazu zu viert ein System der Kommunikation und der Notation zu entwickeln und den gemeinsamen Klang immer wieder neu zu suchen, zu definieren und festzuhalten.
So etabliert sich das Sonar Quartett seit 2019 mit seiner CD SONAR (Are Verlag), der Komposition Lunik I (Huddersfield Contemporary Music Festival) und Magma (Konzertreihe EVOLUTION) als komponierendes Streichquartett. Mit diesem Engagement möchte das Ensemble einen neuen Bereich definieren und Standards setzen: es wird durch das gemeinsame Komponieren kein Komponist, die Musiker:innen treten nicht wie ein:e Komponist:in in Erscheinung, sondern die gemeinsam entwickelten Stücke sind Konzeptkunst, Kollektiv-Kompositionen.
Während der Pandemie hat diese Form des Ausdrucks aus einer neuen Perspektive an Bedeutung gewonnen, zumal eine sehr intensive Arbeit an den eigenen Kompositionen erfolgte, die in mehreren Videos und im Livekonzert präsentiert werden konnten. Trotz ihrer Wiederhol- und Reproduzierbarkeit sind die Werke immer auch Reaktion auf den jeweiligen Raum, werden im Dialog mit dem Publikum einzigartig. Konzerte sind fundamentaler Bestandteil der künstlerischen Arbeit, da sie Spiegel und Referenz sind, die Stücke erst dort lebendig werden. Die Musiker:innen verstehen sich gleichermaßen als Klangforscher:innen, die an der Grenze von Komposition und Improvisation experimentieren, forschen und dadurch herausstellen, welchen unersetzlichen Wert das Livekonzert-Erlebnis durch die Flexibilität und Reaktionsmöglichkeiten ausmacht.
Bernd Gehlen, 1959 in Aachen geboren, studierte nach erstem Unterricht bei Shinji Marujarna an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe bei Wilhelm Bruck. Bernd Gehlen ist neben seiner Lehrtätigkeit Fachbereichsleiter an der Musikschule Bietigheim-Bissingen. Er leitet dort das Gitarrenorchester mit internationalem Austausch und Konzerten in Europa und Nordamerika. Darüber hinaus ist er als Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen tätig. Neben den Konzerten mit dem Duo Conradi-Gehlen, ist er als Orchestergitarrist bei vielen großen deutschen Orchestern gefragt. Bernd Gehlen konzertiert regelmäßig mit A TRE – Musik für drei Gitarren sowie diversen Kammermusik-Ensembles. Verschiedene Fernseh- und Radioproduktionen runden seine Tätigkeit ab und zeigen sein weitreichendes und vielfältiges musikalisches Engagement. So ist er ist im „Netzwerk Süd“ einem Projekt, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes engagiert und mit diversen Modellprojekten zur Vermittlung Moderner Musik tätig.
Duo Conradi-Gehlen
Das Duo Conradi-Gehlen wurde von Stefan Conradi und Bernd Gehlen nach gemeinsamer Teilnahme bei der Fernsehaufzeichnung von Mauricio Kagels „Repertoire“ aus „Staatstheater“ im Jahre 1986 gegründet.
Stefan Conradi und Bernd Gehlen studierten zu dieser Zeit bei Professor Wilhelm Bruck an der Hochschule für Musik Karlsruhe.
Bei zahlreichen Konzerten sind bisher Werke von John Cage, Eckart Beinke, Violeta Dinescu, Bernd Franke, Matthias Kaul, Silvana da Lotti, Jörg Mainka, Alexander Raskatov, und vieler anderer ur- oder erstaufgeführt worden.
Das Duo Conradi-Gehlen ist auch im Bereich der Konzertpädagogik und Vermittlung von Neuer Musik an allgemeinbildenden Schulen tätig. Im gesamten Bundesgebiet arbeitet das Duo mit Schulklassen aus allen Schulbereichen, von der Förderschule bis zum Gymnasium, um die verschiedensten Ausdrucksmöglichkeiten Moderner Musik jungen Menschen nahezubringen, selbst zu erfahren und im Konzert zu übermitteln.
Bei den Konzerten von Duo Conradi-Gehlen erklingen neben Konzert- und E-Gitarren eine Vielzahl von weiteren Instrumenten wie Banjo, Stahlsaitengitarre oder Ukulele. Experimentelle Klangerzeuger runden das farbige Klangfarbspektrum ab.
Die schwedische Cellistin studierte am Stockholmer Konservatorium und an der Ecole Normal de Musique in Paris und spielte sechs Jahre lang in Belgien mit dem Westfälischen Kammerorchester in Brügge und der Philharmonie Antwerpen. Nach Tourneen mit Anne Kaasa in Skandinavien, Spanien, Portugal und Frankreich arbeitet sie seit 1996 als freiberufliche Cellistin in Berlin und konzertiert regelmäßig mit Roman Hengge. Sie ist Mitglied der Ensembles INTRORS und MARDI und wirkte bei zahlreichen Aufnahmen mit.
Nikita Geller wurder geboren 1997 in Minsk, erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren an der Musikschule in Minsk bei Olga Karotina. Mit neun Jahren folgte der Unterricht bei Prof. Kutsovsky in Erfurt. 2008 wurde er ins Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar aufgenommen. Seit 2014 studiert er in der Klasse von Friedemann Eichhorn an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, zuletzt im Masterstudiengang.
neue musik. undirigiert. international.
Wir widmen uns der Interpretation zeitgenössischer Kammermusik. Elektronik, Improvisation, szenische Elemente, Lichtinstallationen und neue Konzertformate finden ihren Platz bei uns. Wir spielen besonders gerne Uraufführungen und arbeiten deshalb eng mit Komponist:innen zusammen. So pflegen wir ein breites Repertoire neuer Werke.
Seit 2016 spielen wir fest in der Besetzung Flöte, Klarinette, Akkordeon, Violine und Violoncello. Der Name des Ensembles reicht allerdings schon wesentlich weiter zurück – der Weimarer Komponist Johannes K. Hildebrandt hat das ensemble via nova bereits 1994 gegründet um selbstbestimmte Programme zu entwickeln.
Wir sind regelmäßig auf internationalen Bühnen und Festivals zu erleben. Einige unserer Höhepunkte waren dabei Reisen nach Südkorea (Daegu), Großbritannien (London), Italien (Città di Castello) und Polen (Gdańsk).
Das Ensemble spielt bei den intersonanzen 2021 mit Nikita Geller vl, Daniel Gutièrrez vc, Moritz Schneidewendt kl, Marianna Schürmann fl und Neža Torkar akk
Der Pianist Jan Gerdes gehört zu den interessantesten und vielseitigsten Musikern seiner Generation. Als vielfach ausgezeichneter Pianist zwischen Tradition und Avantgarde beherrscht er sowohl das klassisch-romantische als auch das zeitgenössische Repertoire.
So spielt er z.B. in seinen vielseitigen Recital-Programmen sowohl Bachs Goldberg- Variationen als auch Karlheinz Stockhausens Klavierstücke.
Jan Gerdes studierte Klavier und Schlagzeug an den Musikhochschulen Hannover und Detmold bei den Professor-innen Kurt Bauer, Nerine Barett und Renate Kretschmar- Fischer und besuchte Meisterkurse bei weiteren namhaften Pianisten wie Anatol Ugorski, Halina Czerny-Stefanska oder Edith Picht- Axenfeld. Eine internationale Konzerttätigkeit führte den vielfach ausgezeichneten Künstler in viele Länder Europas, nach Südamerika und Fernost. Er gastierte bei namhaften Festivals wie dem Schleswig-Holstein- Musik- Festival, der Maerzmusik Berlin, der Gaudeamus-Woche- Rotterdam, den Dresdner Musikfestspielen, den Bregenzer Festspielen, Festival Memmix Palma de Mallorca, Festival Chiffren, den Stockhausen- Kursen, Festival Musica Straßburg, Kunstfest Weimar, Centre Acanthes Metz, den Haller Bachtagen, Ultraschallfestival Berlin, Beethovenfest Bonn, den Weingartner Tagen Neuer Musik, dem Westfälischen Musikfest und den Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt und trat in den großen Konzertsälen wie Berliner Konzerthaus, Kölner Philharmonie, Essener Philharmonie, Konzerthaus Wien, Freiburger Konzerthaus, Tonhalle Düsseldorf Alte Oper Frankfurt und Berliner Philharmonie auf.
Er machte CD-, Fernseh- und Rundfunkaufnahmen für den NDR, WDR, MDR, HR, RB, ORF, Deutschland Radio Berlin sowie beim Label Ambitus. 2008 erschien seine erste Solo- CD `Gelände/Zeichnung` mit aktuellster zeitgenössischer Klaviermusik bei dem Label Edition Zeitklang. Im Frühjahr 2022 nahm Jan Gerdes das Gesamtwerk für Klavier des Düsseldorfer Komponisten Johannes Sandberger auf.
Gerdes arbeitete mit einigen der führenden zeitgenössischen Komponisten wie Karlheinz Stockhausen, Wolfgang Rihm, Helmut Lachenmann und Peter Ruzicka zusammen und spielte Uraufführungen vieler weiterer Werke namhafter Komponisten wie Sidney Corbett, Peter Gahn, Brice Pauset, Moritz Eggert, Annette Schlünz, Markus Bongartz, Marcus Antonius Wesselmann und vielen mehr.
Als Grenzgänger zwischen Klassik, Neue Musik, Electronika und Performance gründete er 2004 gemeinsam mit Thomas Andritschke das Improvisations- Kompositions- Duo „ EROL“, welches die Schnittstelle zwischen zeitgenössischer Klaviermusik und elektronischer Clubkultur auslotet. Das EROL- Album „ Die letzte Forelle“ erschien 2010. Seit 2018 arbeitet Jan Gerdes mit dem Berliner Elektronikkünstler und Techno-Produzenten Frank Bogdanowitz alias Dr. Nojoke als `rand` zusammen. Im September 2022 erscheint deren Debut- Album „ Peripherie“. Die 2008 gegründete Musiktheater- Plattform „ solosymphonie productions“ , ein gemeinsames Projekt mit dem Schauspieler Michael Fuchs, schließlich dient der Entwicklung innovativer Programme sowie interdisziplinärer Projekte, die Traditionelle und Moderne in den Künsten Musik, Theater, Literatur, dramaturgisch durchdacht, wie selbstverständlich gegenüberstellen und dadurch sinnlich erfahrbar machen. Exemplarisch sei hier das Piano- Schauspiel- Projekt „ 4.48 Psychose“ genannt, eine Konfrontation des gleichnamigen Theaterstückes der englischen Dramatikerin Sarah Kane mit klassischer sowie zeitgenössischer notierter und improvisierter Musik, die 2008 als Premiere am Nationaltheater Mannheim erschien. Neben Aufführungen mit so unterschiedlichen Künstlern wie dem Schauspieler Christian Brückner oder der DJ`in Marusha entstanden auch zwei Filmprojekte der zeitgenössischen Oper Berlin, in denen er als Musiker und Schauspieler mitwirkte. Nach dem 2011 gemeinsam mit der Berliner Theatergruppe Nico and the Navigators auf die Bühne gebrachten szenischen Projekt `Petite Messe Solenelle` erfolgte 2017 eine neue gemeinsame Produktion `Im Gegensatz zu Dir`, in der Jan Gerdes als Musiker und Performer mitwirkt. Gemeinsam mit dem Musikpsychologen Dr. Schäfer entwickelte Jan Gerdes das Projekt `Das Geheimnis von Musik und Zeit`, welches als künstlerisch- wissenschaftliches Projekt im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele im selben Jahr seine Uraufführung erlebte.
Darüberhinaus sind neben verschiedenen improvisatorischen Projekten im elektroakustischen Bereich im Laufe der letzten Jahre eigene Klavier-Solokompositionen und Songs entstanden und ein Klavier- Soloprojekt mit dem Namen `Songs and Improvisations`. Impulsgebend für dieses Projekt war das über die Jahre stetig wachsende Bedürfnis, die eigene musikalische Sprache, bei allem Respekt und aller Demut gegenüber den großartigen Qualitäten komponierter Musik des Repertoires, zu entdecken und ein Maß an musikalischer Entfaltung und Freiheit jenseits strengem Interpretentums zu erreichen. Auch hier ist eine Album- Veröffentlichung in Planung.
Jan Gerdes lebt in Berlin und unterrichtet das Fach Klavier am Institut für Ästhetische Bildung der Universität Potsdam und hat darüberhinaus am selben Institut maßgeblich an der Entwicklung des neuen Hauptfachstudiengangs „ Digitale Klanggestaltung“ mitgewirkt. Hier unterrichtet er zusätzlich Improvisation und „ Klavier+Digitales Instrument“ .
Er lehrte außerdem als Lehrbeauftragter zeitgenössische Klaviermusik für Hauptfachstudierende an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin sowie dem Mozarteum Salzburg, Improvisation an der Musikhochschule Mannheim, zeitgenössisches Lied an der Musikhochschule Detmold, Neue/experimentelle Musik an der Universität Potsdam sowie an der University of Liverpool.
Cosima Gerhardt studierte Violoncello in Berlin, Prag und Bremen bei Markus Nyikos, Stanislav Apolin und Alexander Baillie. Ihr Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der zeitgenössischen Musik. Sie führt als Cellistin des Sonar-Quartetts und des Kammerensembles Neue Musik Berlin eine rege Konzerttätigkeit. Cosima Gerhardt ist Lehrerin für Alexandertechnik.
Quelle: https://ultraschallberlin.de/interpret/gerhardt-cosima/
Seit seiner Gründung 2006 tastet das Sonar Quartett immer wieder die Ränder der klassischen Musik ab, es erschafft Utopien und improvisiert Klangabdrücke, deren Nachhall schon den Weg zum nächsten notierten Werk nährt. Die vier in Berlin lebenden Musiker:innen Wojciech Garbowski, Salvatore Di Lorenzo, Ian Anderson und Konstantin Manaev verstehen sich als komponierendes Streichquartett, das weit über vermeintliche Genregrenzen hinausgreift, indem es sich auch der eigenen Körper, elektronischer Verstärkung und Verfremdung bedient oder auch bildkünstlerische Werke in Klang verwandelt. Neue Musik geht mit dem Sonar Quartett über das Hör- und Sichtbare hinaus, sie wird für die Spielenden und für die Zuhörer:innen gleichermaßen zu einem taktilen Erlebnis.
Das Sonar Quartett war in den vergangenen Jahren mit Konzerten bei einschlägigen Festivals wie London Ears, Gaudeamus Utrecht, Présences Paris, Tage Neuer Musik Zürich, Pan Music Festival Seoul, Festival Musiiki Aika (Finnland), Huddersfield Contemporary Music Festival, Era Schaeffera Warschau, KLANG Kopenhagen Avantgarde Music Festival, Nauriz XXI Almaty (Kasachstan), Festival de Musica de Morelia(Mexiko) und Open Days Aalborg zu Gast. Daneben konzertierten sie bei den Festivals Ultraschall Berlin, MaerzMusik, dem Forum Neuer Musik des Deutschlandfunk, dem Siemens Arts Program, dem Bachfest Leipzig und den Wittener Tagen für neue Kammermusik.
Vom klassischen Streichquartett Beethovens über selten gespielte Komponisten wie Friedrich Goldmann, das neu erarbeitete Werk „Cat O‘Nine Tails“ von John Zorn bis hin zu jungen Komponist:innen wie beispielsweise Farzia Fallah – das Repertoire des Sonar Quartetts präsentiert eine große musikalische Bandbreite. Davon zeugt auch die Zusammenarbeit mit Künstler:innen wie Dieter Appelt, Alwynne Pritchard – Komponistin und Performerin – oder Beatboxer Daniel Mandolini in einer Komposition von Tobias Schwencke. In Zukunft möchte sich das Ensemble außerdem intensiver mit Elektronik beschäftigen, um die eigenen Werke klanglich zu erweitern.
Als komponierendes Streichquartett schafft das Sonar Quartett in der konsequenten Weiterentwicklung der gemeinsamen Improvisation notierte Kompositionen, reproduzierbar und dennoch flexibel durch die jeweilige Interpretation. Dies bedeutet für die vier Berliner Musiker:innen eine sehr unmittelbare Form des Ausdrucks, die über die Jahre der Zusammenarbeit entstanden ist: das Spielen zeitgenössischer Kompositionen wurde ergänzt, kontrastiert und reflektiert in gemeinsamen Improvisationen. Dabei entstanden magische Klänge, sehr reiche, ungewöhnliche Klangwelten wurden aufgestoßen. In der Folge manifestierte sich der Wunsch, diese Improvisationen festzuhalten, wiederholbar zu machen und dazu zu viert ein System der Kommunikation und der Notation zu entwickeln und den gemeinsamen Klang immer wieder neu zu suchen, zu definieren und festzuhalten.
So etabliert sich das Sonar Quartett seit 2019 mit seiner CD SONAR (Are Verlag), der Komposition Lunik I (Huddersfield Contemporary Music Festival) und Magma (Konzertreihe EVOLUTION) als komponierendes Streichquartett. Mit diesem Engagement möchte das Ensemble einen neuen Bereich definieren und Standards setzen: es wird durch das gemeinsame Komponieren kein Komponist, die Musiker:innen treten nicht wie ein:e Komponist:in in Erscheinung, sondern die gemeinsam entwickelten Stücke sind Konzeptkunst, Kollektiv-Kompositionen.
Während der Pandemie hat diese Form des Ausdrucks aus einer neuen Perspektive an Bedeutung gewonnen, zumal eine sehr intensive Arbeit an den eigenen Kompositionen erfolgte, die in mehreren Videos und im Livekonzert präsentiert werden konnten. Trotz ihrer Wiederhol- und Reproduzierbarkeit sind die Werke immer auch Reaktion auf den jeweiligen Raum, werden im Dialog mit dem Publikum einzigartig. Konzerte sind fundamentaler Bestandteil der künstlerischen Arbeit, da sie Spiegel und Referenz sind, die Stücke erst dort lebendig werden. Die Musiker:innen verstehen sich gleichermaßen als Klangforscher:innen, die an der Grenze von Komposition und Improvisation experimentieren, forschen und dadurch herausstellen, welchen unersetzlichen Wert das Livekonzert-Erlebnis durch die Flexibilität und Reaktionsmöglichkeiten ausmacht.
Das Ensemble KNM Berlin steht für die lebendige, aktuelle Musikszene der Metropole Berlin. 1988 gegründet, präsentiert das Ensemble weltweit Kompositionen, Konzertinstallationen und Konzertprojekte in enger Kooperation mit den Künstler*innen. Getragen werden die Programme von der Neugier auf das Unbekannte, von der Auseinandersetzung mit den wesentlichen Themen unserer Gegenwart. International bekannt wurde das KNM Berlin nicht nur durch seine wiederholten Gastspiele auf wichtigen europäischen Musikfestivals wie Ars Musica Brüssel, den Donaueschinger Musiktagen, dem Festival d’Automne à Paris, der MaerzMusik, dem UltraSchall Berlin, dem CTM Festival oder Wien Modern, sondern auch durch seine Eigenproduktionen wie »HouseMusik« und Konzertreisen wie an die Carnegie Hall (NYC), das Teatro Colon (Buenos Aires) oder das weltgrößte National Kaohsiung Center for the Arts, Weiwuying (Taiwan).
Bereits in den 1990er Jahren erkundete das Ensemble den Raum in seinen musikalischen, architektonischen und sozial-historischen Implikationen. Seit 2016 engagiert sich das KNM Berlin verstärkt für eine musikalische, mehrperspektivische Vernetzung auf der ganzen Welt. Ob in Argentinien, Indien, Japan, Kambodscha, Korea, Mexiko, Peru oder Taiwan – die Musiker*innen des Ensemble KNM Berlin begegnen mit überraschenden Konzepten und interkulturellen Kooperationen den drängenden Fragen der Globalisierung. Insbesondere mit seinem zweijährigen Projekt »Tunings of the World 2.0« setzte sich das Ensemble mit der Frage auseinander, wie sich lokal geprägte musikalische Identitäten in einer global vernetzten Welt verändern. Das KNM fördert den generationsübergreifenden Austausch in Projekten mit Hochschulen und Nachwuchskomponist*innen, aber auch den Dialog zwischen Profis und Amateurmusiker*innen mit dem KNM campus ensemble. Die Diskographie des Ensembles umfasst über 18 CDs und beinhaltet u. a. Werke von Peter Ablinger, John Cage, Morton Feldman, Beat Furrer und Helmut Oehring. Das KNM wurde 2021 mit »Christophe Bertrand: Vertigo« und zuvor 2009 und 2010 für die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Beat Furrer mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.
Seit seiner Gründung 2006 tastet das Sonar Quartett immer wieder die Ränder der klassischen Musik ab, es erschafft Utopien und improvisiert Klangabdrücke, deren Nachhall schon den Weg zum nächsten notierten Werk nährt. Die vier in Berlin lebenden Musiker:innen Wojciech Garbowski, Salvatore Di Lorenzo, Ian Anderson und Konstantin Manaev verstehen sich als komponierendes Streichquartett, das weit über vermeintliche Genregrenzen hinausgreift, indem es sich auch der eigenen Körper, elektronischer Verstärkung und Verfremdung bedient oder auch bildkünstlerische Werke in Klang verwandelt. Neue Musik geht mit dem Sonar Quartett über das Hör- und Sichtbare hinaus, sie wird für die Spielenden und für die Zuhörer:innen gleichermaßen zu einem taktilen Erlebnis.
Das Sonar Quartett war in den vergangenen Jahren mit Konzerten bei einschlägigen Festivals wie London Ears, Gaudeamus Utrecht, Présences Paris, Tage Neuer Musik Zürich, Pan Music Festival Seoul, Festival Musiiki Aika (Finnland), Huddersfield Contemporary Music Festival, Era Schaeffera Warschau, KLANG Kopenhagen Avantgarde Music Festival, Nauriz XXI Almaty (Kasachstan), Festival de Musica de Morelia(Mexiko) und Open Days Aalborg zu Gast. Daneben konzertierten sie bei den Festivals Ultraschall Berlin, MaerzMusik, dem Forum Neuer Musik des Deutschlandfunk, dem Siemens Arts Program, dem Bachfest Leipzig und den Wittener Tagen für neue Kammermusik.
Vom klassischen Streichquartett Beethovens über selten gespielte Komponisten wie Friedrich Goldmann, das neu erarbeitete Werk „Cat O‘Nine Tails“ von John Zorn bis hin zu jungen Komponist:innen wie beispielsweise Farzia Fallah – das Repertoire des Sonar Quartetts präsentiert eine große musikalische Bandbreite. Davon zeugt auch die Zusammenarbeit mit Künstler:innen wie Dieter Appelt, Alwynne Pritchard – Komponistin und Performerin – oder Beatboxer Daniel Mandolini in einer Komposition von Tobias Schwencke. In Zukunft möchte sich das Ensemble außerdem intensiver mit Elektronik beschäftigen, um die eigenen Werke klanglich zu erweitern.
Als komponierendes Streichquartett schafft das Sonar Quartett in der konsequenten Weiterentwicklung der gemeinsamen Improvisation notierte Kompositionen, reproduzierbar und dennoch flexibel durch die jeweilige Interpretation. Dies bedeutet für die vier Berliner Musiker:innen eine sehr unmittelbare Form des Ausdrucks, die über die Jahre der Zusammenarbeit entstanden ist: das Spielen zeitgenössischer Kompositionen wurde ergänzt, kontrastiert und reflektiert in gemeinsamen Improvisationen. Dabei entstanden magische Klänge, sehr reiche, ungewöhnliche Klangwelten wurden aufgestoßen. In der Folge manifestierte sich der Wunsch, diese Improvisationen festzuhalten, wiederholbar zu machen und dazu zu viert ein System der Kommunikation und der Notation zu entwickeln und den gemeinsamen Klang immer wieder neu zu suchen, zu definieren und festzuhalten.
So etabliert sich das Sonar Quartett seit 2019 mit seiner CD SONAR (Are Verlag), der Komposition Lunik I (Huddersfield Contemporary Music Festival) und Magma (Konzertreihe EVOLUTION) als komponierendes Streichquartett. Mit diesem Engagement möchte das Ensemble einen neuen Bereich definieren und Standards setzen: es wird durch das gemeinsame Komponieren kein Komponist, die Musiker:innen treten nicht wie ein:e Komponist:in in Erscheinung, sondern die gemeinsam entwickelten Stücke sind Konzeptkunst, Kollektiv-Kompositionen.
Während der Pandemie hat diese Form des Ausdrucks aus einer neuen Perspektive an Bedeutung gewonnen, zumal eine sehr intensive Arbeit an den eigenen Kompositionen erfolgte, die in mehreren Videos und im Livekonzert präsentiert werden konnten. Trotz ihrer Wiederhol- und Reproduzierbarkeit sind die Werke immer auch Reaktion auf den jeweiligen Raum, werden im Dialog mit dem Publikum einzigartig. Konzerte sind fundamentaler Bestandteil der künstlerischen Arbeit, da sie Spiegel und Referenz sind, die Stücke erst dort lebendig werden. Die Musiker:innen verstehen sich gleichermaßen als Klangforscher:innen, die an der Grenze von Komposition und Improvisation experimentieren, forschen und dadurch herausstellen, welchen unersetzlichen Wert das Livekonzert-Erlebnis durch die Flexibilität und Reaktionsmöglichkeiten ausmacht.
Mitarbeiterin im MWFK des Landes Brandenburg
Veröffentlichungen:
u.a.
Fünfzig sowjetische Komponisten der Gegenwart. Fakten und Reflexionen. Leipzig 1984
(siehe https://www.amazon.de/sowjetische-Komponisten-Gegenwart-Reflexionen-Dokumentation/dp/B00CAWVH0I/ref=sr_1_4?qid=1681027519&refinements=p_27%3AHannelore+Gerlach&s=books&sr=1-4 )
Gerschlauer wuchs in Laubach auf und erhielt im Alter von sieben Jahren Saxophonunterricht und im Alter von zehn Jahren Klavierunterricht. Von 2003 bis 2007 war er Jungstudent für Klassisches Saxophon an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main in der Klasse von Achim Rinke-Bachmann.
Zwischen 2004 und 2010 war Gerschlauer Mitglied im Landesjugendjazzorchester Hessen unter Leitung von Wolfgang Diefenbach (dort war er an drei Alben beteiligt).
Von 2007 bis 2009 studierte er an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Jazzsaxophon bei Steffen Weber und Thomas Bachmann. 2009 wechselte er ans Jazz-Institut Berlin (Universität der Künste/Hanns Eisler), um bei Peter Weniger zu studieren. 2012 zog er nach New York City, um an der New York University bei Schlagzeuger Tony Moreno, Saxophonist Chris Potter und Vibraphonist Stefon Harris Jazzsaxophon im Masterstudiengang zu studieren, welches er 2014 erfolgreich abschloss.
2007 gründete Gerschlauer die Band Besaxung mit Felix Roßkopf, Thomas Sauerborn und Oliver Lutz (für den dann 2012 Reza Askari einwechselte). Als Bandleader veröffentlichte er mit dieser Band die CDs "Besaxung" (2009), "Hotzenwald" (2011) und "Go!" (2014).
2010 wurde er vom Deutschlandfunk als Vertreter Deutschlands zum European Jazz Orchestra entsandt, wo er unter der Leitung von Tadej Tomšič spielte[1].
2017 veröffentlichte er mit David Fiuczynski die CD "Mikrojazz – neue eXpressionistische Musik" (mit Jack DeJohnette, Matt Garrison und Giorgi Mikadze / RareNoise Records), zu der er die meisten Kompositionen beisteuerte. Die Aufnahme stieß international auf große Zustimmung bei Kritikern und Publikum und wurde von "The New York City Jazz Record" auf Platz 2 der besten Jazzalben des Jahres 2017 gewählt.
2018 schlug Philipp Gerschlauer musikalisch neue Wege ein und begann Orgel zu erlernen. Seitdem gibt er Konzerte, bei denen er sich beim Saxophonspielen auf der Orgel begleitet und diese Instrumente simultan spielt. Hieraus entstand seine CD "Celestial Church Music" (2018).
Tourneen führten ihn nach Russland, Rumänien, Litauen, Kroatien, Japan, die USA, Vietnam, Südkorea, die Volksrepublik China, Polen, Dänemark, Slowenien, Tschechien, Österreich, Slowakei, Jordanien, Syrien, Palästina, Israel und den Libanon. Er gibt Workshops und Masterclasses an verschiedenen Universitäten.
Wikipedia
In ihren Klanggemälden erforschen Gerschlauer | Ullmann die klangliche Positionalität von Mikrotonalität und improvisierter Musik. Ausgehend von visuellen Wandmalereien, die als grafische Partituren fungieren, entstehen fragile, vielschichtige Klangbilder.
klassisch ausgebildeter Komponist und Klangkünstler, kam sehr früh zur elektroakustischen Musik, seit 1993 arbeitet er außerdem intensiv im Bereich "Soundscape Composition" und radiophone Kunst. Hauptsächlich in seinem Berliner Atelier inter art project komponiert er instrumentale und (live-) elektronische Werke für Konzert und Performance, inszeniert experimentelle Hörstücke und kreiert Klang- und Video-Installationen. Als Ausdrucksmittel seiner interaktiven und "situativen" raumkünstlerischen Arbeiten bezieht er oft Neue Medien, Theater, Tanz, Film, Licht und Skulptur mit ein. Gleichzeitig improvisiert er seit früher Jugend bzw. komponiert spontan mit Gitarre, gefundenen Objekten, Live-Elektronik sowie seit 2008 auch mit seinem präparierten 6-saitigen Banjo, einer "perfekten Kombination aus Schlag- und Saiteninstrument" und unterrichtet im Exploratorium - Zentrum für improvisierte Musik und kreative Musikpädagogik Berlin.
Er wurde mit verschiedenen nationalen und internationalen Preisen und Stipendien ausgezeichnet (u.a. 2007 Hörspielpreis der Akademie der Künste sowie 2008 "Hörspiel des Jahres 2007" >mit zwei unterschiedlichen SWR-Produktionen<, Klangkunst-Stipendium des Berliner Senats 2008, ausgewählt für die offizielle CD der ICMC 2010 in New York), Artist in Residence in Stockholm 1998, Sidney 2002, Mexico City 2008, San Francisco 2014, Hörbuch der Woche Bayerischer Rundfunk März 2016, Hörbuch des Monats ARD Mai 2016); seine Werke werden weltweit aufgeführt, gesendet und ausgestellt.
Thomas Gerwin, Gründungsmitglied des World Forum for Acoustic Ecology, ist künstlerischer Leiter mehrerer Ensembles (u.a. "Kammer-Ensemble ad hoc" und "RaumKlangEnsemble"), der Konzertreihe "KlangWelten ad hoc" sowie des jährlichen "Internationalen Klangkunstfests Berlin". Seit 2017 ist er Vorsitzender des Brandenburgischen Vereins Neue Musik BVNM e.V. und künstlerischer Leiter der "intersonanzen" (Festival Neuer Musik) in Potsdam und im Land Brandenburg.
Im Jahre 2017 wurde unter neuem Vorsitz das sogenannte „BVNM ad hoc Ensemble“ gegründet. Improvisationserfahrene Kolleginnen und Kollegen des BVNM e.V. fanden sich für einen ersten Auftritt bei den intersonanzen 2017 für ein Konzert mit frei improvisierter Musik zusammen und beschlossen daraufhin, als Ensemble weiterzuarbeiten. Dies waren zu Beginn - in alphabetischer Reihenfolge - Thomas Gerwin (Banjo, Elektronik, Objekte), Henry Mex (Kontrabass, Stimme, Elektronik), Alex Nowitz (Stimme, Aktionen), Dietrich Petzold (Violine, Viola und singende Säge), Susanne Stelzenbach (Klavier auf den Tasten und innen), Sabine Vogel (Flöten, klingende Objekte, Video). In den Jahren darauf kamen dann Katia Guedes (Sopran, Stimme) sowie Robin Hayward (mikrotonale Tuba) dazu. Diese Besetzung spielte bislang eine Reihe hoch interessanter Konzerte in verschiedenen Besetzungen u.a. auch als Telekonzert mit NAISA Sound Travel Vancouver.
Im Jahre 2017 wurde unter neuem Vorsitz das sogenannte „BVNM ad hoc Ensemble“ gegründet. Improvisationserfahrene Kolleginnen und Kollegen des BVNM e.V. fanden sich für einen ersten Auftritt bei den intersonanzen 2017 für ein Konzert mit frei improvisierter Musik zusammen und beschlossen daraufhin, als Ensemble weiterzuarbeiten. Dies waren zu Beginn - in alphabetischer Reihenfolge - Thomas Gerwin (Banjo, Elektronik, Objekte), Henry Mex (Kontrabass, Stimme, Elektronik), Alex Nowitz (Stimme, Aktionen), Dietrich Petzold (Violine, Viola und singende Säge), Susanne Stelzenbach (Klavier auf den Tasten und innen), Sabine Vogel (Flöten, klingende Objekte, Video). In den Jahren darauf kamen dann Katia Guedes (Sopran, Stimme) sowie Robin Hayward (mikrotonale Tuba) dazu. Diese Besetzung spielte bislang eine Reihe hoch interessanter Konzerte in verschiedenen Besetzungen u.a. auch als Telekonzert mit NAISA Sound Travel Vancouver.
Kammerensemble ad hoc
Die acht MusikerInnen des Ensembles spielen in sensibler Korrespondenz und Kontrapunktik ad hoc, frei und intensiv dem musikalischen Augenblick nachspürend. Dem Klang und einander Raum gebend, entsteht im musikalischen Spiel manchmal das Unerhörte - lange Spannungsbögen, kurze, explosive oder innige Momente, Nähern und Entfernung, Klangkonglomerate, Flächen, Linien oder Punkte, geräuschhafte, melodische und materiale Strukturen, Fremdheit und Verschmelzung. Getragen von diesem musikalischen Impetus interpretiert das Ensemble ebenfalls Notationen, die kompositorisch zeitliche Strukturen und Klangvorstellungen vorgeben, jedoch viel Raum für deren Ausgestaltung im Moment lassen.
Eine Besonderheit des Ensembles ist die klanglich-musikalische Erkundung von außergewöhnlichen Räumen.
Mit Ivo Berg (rec), Thorsten Bloedhorn (e-git), Thomas Gerwin (perc, electr, prepared banjo), Axel Haller (e-b, object), Klaus Janek (double-bass, electr), Dietrich Petzold (vl), Claudia Risch (fl, sax), Susanne Stelzenbach (p), Leitung: Thomas Gerwin
Wird für Konzerte zusammengestellt
Im Jahre 2017 wurde unter neuem Vorsitz das sogenannte „BVNM ad hoc Ensemble“ gegründet. Improvisationserfahrene Kolleginnen und Kollegen des BVNM e.V. fanden sich für einen ersten Auftritt bei den intersonanzen 2017 für ein Konzert mit frei improvisierter Musik zusammen und beschlossen daraufhin, als Ensemble weiterzuarbeiten. Dies waren zu Beginn - in alphabetischer Reihenfolge - Thomas Gerwin (Banjo, Elektronik, Objekte), Henry Mex (Kontrabass, Stimme, Elektronik), Alex Nowitz (Stimme, Aktionen), Dietrich Petzold (Violine, Viola und singende Säge), Susanne Stelzenbach (Klavier auf den Tasten und innen), Sabine Vogel (Flöten, klingende Objekte, Video). In den Jahren darauf kamen dann Katia Guedes (Sopran, Stimme) sowie Robin Hayward (mikrotonale Tuba) dazu. Diese Besetzung spielte bislang eine Reihe hoch interessanter Konzerte in verschiedenen Besetzungen u.a. auch als Telekonzert mit NAISA Sound Travel Vancouver.
Dies ist die zweite Komposition aus der neuen Werkreihe „BiPol“ bei der sich die klingende Kunst in einem mehrdimensionalen Koordinatensystem zwischen verschiedenen Extremen bewegt und immer wieder neu positioniert. In den 4 Sätzen dieses Streichquartetts geht es um extreme Positionen von Chromatik>
„synchron“ nennt man gleichzeitige bzw. zeitlich perfekt aufeinander abgestimmte Vorgänge. In der Software-Entwicklung ist „Synchronität“ die Fähigkeit, zwei oder mehr quasi gleichzeitige Zugriffe auf ein Objekt ohne Konflikte durchzuführen (etwa bei gleichzeitigem Schreib- und Lesezugriff). Als „Synchronizität“ bezeichnete der Psychologe C.G. Jung zeitlich korrelierende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind, jedoch als miteinander verbunden, aufeinander bezogen wahrgenommen und gedeutet werden. Dabei geht es essentiell auch um Korrelationen zwischen der physischen und der psychischen Ebene. Jung bestreitet nicht, dass jedes der jeweils beteiligten Ereignisse in seiner eigenen Kausalkette steht. Er stellt deshalb nicht das Kausalprinzip selbst in Frage, sondern erweitert es linear bis zum reinen Gegenpol: Die Dinge sind in ihrer Entwicklung sinnhaft aufeinander bezogen und „so angeordnet, wie sie sind“ (acausal orderedness). Die extrem heterogenen Elemente dieser dreisätzigen Komposition bewegen sich strukturell und mit ihrem performativ-musikalischen Ausdrucksgefüge im Spannungsfeld zwischen (A-)Synchronität und Synchronizität. Sie ist teilweise graphisch notiert und speziell auf das Ensemble MIET+ zugeschnitten, dem es auch gewidmet ist.
Jedes „1:1 Minutenstück“ wird für jeweils nur eine*n Hörer*in gespielt. Jede*r erlebt etwas anderes, kein Stück gleicht exakt einem anderen. Tonmaterial, Werkstruktur, Artikulation und Dynamik sowie Art und Umfang der geräuschhaften Aktionen nehmen auf eine quasi-serielle Weise konkret Bezug auf die jeweils einzige hörende Person, indem verschiedene Parameter der Musik unterschiedlichen Systemen gehorchen. Es entsteht Musik, die in dieser Form nicht wiederholbar und individuell nur dem temporären Gegenüber der Musikerin zugeeignet ist. Dazu tritt bei einigen Stücken noch ein elektroakustisches Zuspiel.
UA beim Internationalen Klangkunstfest Berlin 2013; dies wurde von einem Team der Dekra-Hochschule unter der Leitung von Prof. Rolf Teigler filmisch dokumentiert.
Thomas Gerwin „KlangWege“ (2014/20) UA der Neufassung für Sopran, Flöte, Klarinette, Violine, Viola und Violoncello
Die Musiker nehmen für die Aufführung bestimmte feste Positionen im Raum ein, so dass sie das Publikum in ihrer Mitte vollständig einschließen.
Das Publikum wandert aber nicht umher wie in einer Konzert-Installation, sondern ist konzertant in der Aufmerksamkeit fokussiert. Zentrales Thema dieser Komposition sind Ausbreitung und Bewegungen der Klänge, Strukturen und Linien im Raum. Das Stück ist durchgehend 12-tönig, dazu werden hier „12-Ton-Felder“ eingeführt, die klanglich und agogisch ähnliche Effekte ermöglichen wie in der Minimal-Music. Der Sopran agiert mit seinem dadaistischen Text als integraler Teil des Ensembles. Das Stück entstand im Auftrag des modern art ensembles, dem es auch gewidmet ist.
Das dritte Stück aus der Werkreihe „BiPol“ setzt drei bewegliche Instrumente musikalisch und auch räumlich in Beziehung, indem die Musizierenden bei jedem der 5 Sätze eine neue Position einnehmen und so den Klangraum Bühne musikalisch explorieren. Dabei werden die klassischen 5 Positionen des Stereopanoramas in Szene gesetzt. Die Sätze 1,3, und 5 entwickeln geräuschhafte Hervorbringungen, basierend vor allem auf verschiedenen Arten von gestimmtem Rauschen, das dem Strom der Zeit abgelauscht ist. Satz 2 und 4 sind streng zwölftönig gearbeitet, wobei Satz 4 exakt Satz 2 als Krebs durchführt, allerdings mit kleineren rhythmischen Varianten. Diese tragen der ästhetischen Logik der Klangtextur Rechnung – denn das Ohr ist die höchste Instanz. Die Noten sind beim Verlag Neue Musik erschienen.
Die graphische Partitur zeigt eine Art Landschaftstafelbild mit konkreten und abstrakten Formen und Strukturen.
Die Notation wird von links nach rechts gelesen, das Blatt gleichsam "gescannt", das Tempo wird durch die Zeitangaben
bestimmt. Jede(r) SpielerIn hat zur Kontrolle eine digitale Uhr mit Sekundenanzeige. Alle Stimmen sind auf den beiden Seiten
gemeinsam notiert, so dass jede(r) einzelne SpielerIn Verantwortung für das klangliche Gesamtergebnis übernimmt. Es ist
möglich und gewünscht, dass ein(e) SpielerIn "aus der Zeile fällt" und sich innerhalb des Zeitrahmens an anderer Stelle
(höher oder tiefer im Bild) orientiert. Es gibt im Schriftbild sechs farbige Strukturen (1x gelb, 2x rot, 3x blau), die vor jeder
Aufführung gemeinsam besprochen und auf die Instrumente verteilt werden und Klangkonglomerate zum Vorschein bringen, die ansonsten im gesamten Stück nicht verwendet werden dürfen. Ein Spiel mit der musikalischen Bewegung in einer virtuell
vorgegebenen und real vom/im Ensemble erzeugten Klanglandschaft sowie dem Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und kollektiver Verantwortung bzw. zwischen kollektiver Freiheit und individueller Verantwortung. Dauer: ca. 14 min.
Th. Gerwin 2010
Holzstele mit Holzschale lackiert, CD-Spieler, Lautsprecher
Die Werkgruppe dieser Art von Klangskulpturen inszeniert jeweils einen Klang, indem sie ihm eine Bühne oder eine Heimstatt gibt. Die blaue Schale der Klangskulptur „Kreisformel“ verströmt den gleichmäßigen Klang einer oder mehrerer, ständig rotierender Kugel(n). Die Aufnahmen für diesen im Computerstudio produzierten Soundtrack entstanden mit Kunstkopfmikrophon genau in dieser Schale auf eben dieser Stele, sodaß durch Eigenresonanzen ein größtmöglicher Verschmelzungsgrad entsteht. Die Technik befindet sich im Inneren.
Ein Klang-Raum-Zeit-Gefüge in 7 Sätzen exploriert und bespielt sowohl den musikalischen als auch den akustischen realen Klangraum der Konzertaufführung. Die Zuhörer befinden sich dabei mitten im klingenden Geschehen. Uraufführung beim „Internationalen Klangkunstfest Berlin“ 2015 durch Klariac, dem es auch gewidmet ist.
Dieses Werk bezieht verschiedene Impulse aus dem Titel. Zum einen reagiert es auf die anläßlich des Internationalen Klangkunstfests 2008 entwickelte „Farbe H“, einen sehr hellen, freundlichen Braunton, der deutlich an die (Klang-)Farbe des Kupfers erinnert. Zum anderen beschäftigt sich das Stück mit verschiedenen Klangfarben des Phonems und der Silbe „H“. Die Tuba als tiefes Blechblasinstrument ist wie kaum ein anderes geeignet, die Grenzbereiche zwischen Sprachklang und musikalischem Ton auszuloten und zu „bespielen“. Das „Forschungsgebiet“ liegt hier noch vor der eigentlichen Artikulation von semantischem Inhalt, in der viel tiefer gelegenen sensomotorischen Schicht des Atems. Vorher aufgenommene Töne und Laute erklingen dazu transformiert als eine Art „Alter Ego“ des Musikers im elektroakustischen Zuspiel.
Überarbeitet 2021
Dieses Stück ist, wie alle dieser Werkreihe, streng 12-tönig komponiert. Dabei gibt es aber eine Reihe von neuen Techniken (wie z.B. Zwölfton-Felder, -Cluster und -Pattern) sowie von rhythmischen und harmonischen Freiheiten auf den verschlungenen Wegen durch den Klangraum - die in der Mitte der Komposition auch in das Innere des Flügels führen. Der 2.Teil, zurück auf den Tasten, ist der exakte Krebs des 1.Teils mit vertauschten Stimmen. Dies aber wiederum mit gewissen Freiheiten, denn das Ohr ist die oberste Instanz. Die Noten dieser Reihe sind im Verlag Neue Musik erschienen.
Dies ist der 4. Satz meines neuen, ca. 40 minütigen Werks „PHENOMENON“, das den Implikationen und Wirkungen ausgewählter Natur-Phänomene nachspürt und sich von diesen zu besonderer klangsinnlicher Erfahrung und Reflexion inspirieren lässt. Die ersten drei Sätze untersuchen und bespielen jeweils ein eigenes Thema mit eigenem Material, der vierte, auch einzeln aufführbare Satz, versucht dann eine Art Konklusion. Die Titel der Sätze heißen: I. Gravitation (konkret), II. Resonanz (instrumental im Klavier), III. Entropie (elektronisch) und IV. Relation. Das Werk wurde mit freundlicher Unterstützung des Musikfonds (STIP-II) u.a. im Elektronischen Studio der TU-Berlin im avancierten Ambisonic-Verfahren komponiert und wird am 20. Juni 2023 in der Klangkuppel des IEM der Kunst-Universität Graz uraufgeführt.
Peter Gilbert (* 23. Dezember 1975 in Louisville/Kentucky) ist ein US-amerikanischer Komponist und Musikpädagoge.
Gilbert studierte am Cleveland Institute of Music bei Margaret Brouwer, in der Illinois Wesleyan University bei David Vayo, an der Pariser Schola Cantorum bei Samuel Adler, Philip Lasser und Narcis Bonet und an der Harvard University bei Bernard Rands, Mario Davidovsky, und Joshua Fineberg. Weitere Lehrer waren Julian Anderson, Lee Hyla, Hans Tutschku und Helmut Lachenmann.
Er unterrichtete Musiktheorie und Komposition am Wellesley College, der Harvard University, der Case Western Reserve University dem Cleveland Institute of Music, dessen Young Composers Program er leitete, der Northeastern University und der University of Massachusetts-Dartmouth. Weiterhin wirkte er am Centre National de Création Musicale in Bourges, war Stipendiat der Akademie Schloss Solitude und Composer in Residence beim Newburyport Chamber Music Festival.
Seine Kompositionen wurden von Ensembles wie dem Indianapolis Brass Ensemble der Cleveland Chamber Symphony, dem Cleveland Institute of Music Orchestra, dem Illinois Wesleyan University Wind Ensemble, dem Butler University Wind Ensemble, den Case Western Reserve University Symphonic Winds und dem Southern Illinois University at Edwardsville and the University Circle Wind Ensemble und von Solisten wie dem Flötisten Mario Caroli dem Blockflötisten Jeremias Schwarzer, dem Klarinettisten Michael Norsworthy, dem Saxophonisten Philipp Stäudlin und den Gitarristen White Rabbit und Daniel Lippel aufgeführt. Für den Filmemacher Alexander Berman komponierte er die Musik zu dem Dokumentarfilm Songs of the Tundra.
2010 war Gilbert mit seiner Partnerin Karola Obermüller Composer in Residence am Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Sie arbeiteten gemeinsam an der experimentellen Kammeroper 3 × 3 = ∞, danach arbeitete er an einer Oper zum 200. Geburtstag von Robert Schumann.
Nathaniel Giles (auch Gyles;* um 1558 in oder bei Worcester; † 24. Januar 1633 in Windsor) war ein englischer Organist und Komponist.
Leben
Er war der Sohn des Organisten Thomas Giles und wirkte nach seiner Ausbildung in Oxford als Organist an der Kathedrale seiner Heimatstadt. Im Jahr 1585 wurde er an St. George’s Chapel in Windsor berufen, neben Westminster Abbey Begräbniskirche der englischen Könige. Er war hier als Organist und Chormeister tätig und bekleidete dieses Amt bis zu seinem Ableben. Gleichzeitig wirkte er seit 1596 als Knabenchorleiter an der Chapel Royal in London.
Er schuf vorwiegend Vokalmusik, darunter 20 Anthems und sechs Motetten in lateinischer Sprache.
Die AUDIO BALLERINAS sind Tänzerinnen, die Klänge erzeugen und gleichzeitig darstellen. Ton und Bewegung verschmelzen zu einer Einheit aus orchestrierten Bewegungen und choreografierten Klängen. In einer raumgreifenden, multiakustischen Performance erkunden sie Topografie, Räume, Geräusche und Lichtverhältnisse.
Gottfried Glöckner besuchte das Zwickauer Konservatorium. Danach wirkte er als Musikpädagoge in Bad Liebenwerda und Frankfurt (Oder). Von 1970 bis 1974 studierte er Komposition bei Manfred Weiss an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Er ist als freischaffender Komponist in Frankfurt (Oder) tätig. Glöckner komponierte mehrere Werke, die bei bellmannmusik, Edition Choris Mundi und Verlag Neue Musik verlegt sind. Sein Konzert für Orchester wurde 1984 in Havanna uraufgeführt.
Er war bis zu ihrem Tod 2017 mit der Schriftstellerin Helga Glöckner-Neubert verheiratet.
Martin Glück studierte zunächst an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und wechselte dann für Diplom und Konzertexamen an die Universität der Künste Berlin zu Prof. Roswitha Staege. Er ist Preisträger des Internationalen Händel-Wettbewerbs in Halle.
Von 2003 bis 2007 war Martin Glück stellvertretender Soloflötist der Duisburger Philharmoniker. Als Soloflötist und Piccolist spielt er seitdem mit etlichen Orchestern als Gast. Mit manchen verbindet ihn eine jahrzehntelange Zusammenarbeit. Zu nennen wären hier vor allem das Konzerthausorchester Berlin, das Orchester der Komischen Oper Berlin, die Stuttgarter Philharmoniker, aber auch das Sinfonieorchester Aachen, die Staatskapelle Berlin, das Radio-Sinfonieorchester Berlin, das Sinfonieorchester des NDR Hamburg, die Staatskapelle Dresden, das Sinfonieorchester des MDR und viele andere mehr.
Konzertreisen als Solist führten ihn neben vielen europäischen Städten rund um den Globus, zum Beispiel nach Paraguay, nach China, in die USA, Indonesien, Korea und Japan.
Martin Glück ist bei diversen Filmmusikeinspielungen zu hören und wirkte bei zahlreichen CD-, Rundfunk- und Fernsehproduktionen mit, unter anderen für Deutsche Grammophon, Deutschlandradio, WDR, NDR, rbb, ORF, 3sat, arte, ARD und ZDF.
Martin Glück ist interessiert an Musik aller Genres und Epochen. In den letzen Jahren war ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit die zeitgenössische Musik. So spielte er (unter anderem als Mitglied des Ensembles unitedberlin mit Vladimir Jurowski) zahlreiche Uraufführungen in Berlin und bei renommierten Festivals für Neue Musik auf der ganzen Welt.
Nach einer Gastprofessur in China und Lehraufträgen an der Universität Hildesheim, der Musikhochschule Detmold, der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik Dresden, wurde er 2022 als Professor an die Universität der Künste Berlin berufen.
Entstand 1993 an der Musikschule Berlin-Kreuzberg, zunächst stand das Experimentieren mit neuen Spieltechniken und das Improvisieren als Grundlage der Arbeit. Es spielte in seiner Entstehungszeit junge Komponisten wie Sebastian Stier, Steffen Schellhase, Janis Antonopulis und Peter Köszeghy. Aber auch „alte Hasen“ wie Friedrich Schenker, Robert Carl, Friedrich Goldmann, Lothar Voigtländer und Georg Katzer schrieben für das Ensemble. Es hat alljährliche Auftritte zur ″Klangwerkstatt Berlin″, bei den ″Randfestspielen″ Zepernick und mehrfach bei den ″intersonanzen″. So festigte es sich als Festival-Ensemble besonders in Brandenburg und Berlin. Konzertreisen in die Schweiz und nach Korea.
Das Ensembel spielt bei den intersonanzen 2021 mit Matthias Bauer kb, Mike Flemming vla, Andrey Lakisov sax und Nadezda Tseluykina p Leitung, Organisation: Helmut Zapf
Mitglieder:
11 (Flöte, Klarinette, Saxophon, Horn, Perkussion, Klavier, Akkordeon, Viola, Violoncello, Kontrabass).
Programm:
Musik nach 1980, insbesondere Musik von in Berlin und Brandenburg lebenden Komponist*innen, Kompositionsschüler*innen und Studierenden; Uraufführungen (T. Akyol, C. de Gelmini, F. Goldmann, M. Hirsch, G. Katzer, R. Kuwan, S. Lee, A. Lewandowski, J. Mainka, K. Querfurth, R. Rubbert, F. Schenker, E. Veniadis, L. Voigtländer, Y. Xuan, H. Zapf, W. Zimmermann u.a.). Konzertreihen "Randspiele", "Intersonanzen" und "Klangwerkstatt Berlin".
Entstand 1993 an der Musikschule Berlin-Kreuzberg, zunächst stand das Experimentieren mit neuen Spieltechniken und das Improvisieren als Grundlage der Arbeit. Es spielte in seiner Entstehungszeit junge Komponisten wie Sebastian Stier, Steffen Schellhase, Janis Antonopulis und Peter Köszeghy. Aber auch „alte Hasen“ wie Friedrich Schenker, Robert Carl, Friedrich Goldmann, Lothar Voigtländer und Georg Katzer schrieben für das Ensemble. Es hat alljährliche Auftritte zur ″Klangwerkstatt Berlin″, bei den ″Randfestspielen″ Zepernick und mehrfach bei den ″intersonanzen″. So festigte es sich als Festival-Ensemble besonders in Brandenburg und Berlin. Konzertreisen in die Schweiz und nach Korea.
Das Ensembel spielt bei den intersonanzen 2021 mit Matthias Bauer kb, Mike Flemming vla, Andrey Lakisov sax und Nadezda Tseluykina p Leitung, Organisation: Helmut Zapf
Mitglieder:
11 (Flöte, Klarinette, Saxophon, Horn, Perkussion, Klavier, Akkordeon, Viola, Violoncello, Kontrabass).
Programm:
Musik nach 1980, insbesondere Musik von in Berlin und Brandenburg lebenden Komponist*innen, Kompositionsschüler*innen und Studierenden; Uraufführungen (T. Akyol, C. de Gelmini, F. Goldmann, M. Hirsch, G. Katzer, R. Kuwan, S. Lee, A. Lewandowski, J. Mainka, K. Querfurth, R. Rubbert, F. Schenker, E. Veniadis, L. Voigtländer, Y. Xuan, H. Zapf, W. Zimmermann u.a.). Konzertreihen "Randspiele", "Intersonanzen" und "Klangwerkstatt Berlin".
1989 in der Hauptstadt gegründet, wurde das ensemble unitedberlin zum Sinnbild der wiedergewonnenen Verbindung von Musik und Musikern im lange geteilten Berlin.
ensemble unitedberlin
Einfallsreich, mutig voranstrebend und immer am Puls der Zeit: Das ensemble unitedberlin ist eine unverzichtbare Größe der internationalen Szene für Neue Musik. Seit 1989 bringt es zeitgenössische Werke zu Gehör, überschreitet faktisch und im übertragenen Sinne Grenzen, stellt sich schwierigen gesellschaftlichen Themen, mahnt politische Missstände an und erinnert an einschneidende geschichtliche Ereignisse.
Als selbsternannte „Galeristen der Avantgarde“ sind die Ensemblemitglieder stets auf der Suche nach abwechslungsreichen Klängen, die berühren, Anstoß erregen oder zum Nachdenken animieren. Um möglichst viele Menschen für Neue Musik zu begeistern und die Inspiration weite Kreise ziehen zu lassen, gehen sie ungewohnte Wege und binden immer wieder verschiedene andere Kunstformen in ihre Konzerte ein: Tanz, Literatur, O-Töne, Zeitzeugenberichte, szenische Darstellung, Elektronik, audiovisuelle Medien und selbst Kulinarisches. Neben reinen Musikerlebnissen erwarten das Publikum somit oft multimediale Feststunden für die Sinne. Auch mit Musikformen jenseits der zeitgenössischen Klassik beschäftigt sich unitedberlin; beispielhaft dafür sei ein Ausflug in die Rock-Welt Frank Zappas genannt.
Zumeist stehen die Konzertprogramme des Ensembles für sich, es werden aber auch Konzertreihen wie der saisonübergreifende Schwerpunkt „Der Traum vom Widerstand“ konzipiert, mit dem in den vergangenen Jahren die vielgestaltige Auflehnung gegen Unrechtsregime in der Geschichte thematisiert wurde.
unitedberlin verfügt über einen bemerkenswerten Stamm an Musiker:innen und kann so einen Großteil der Aufführungen seines breiten Repertoires mit eigenen Kräften bestreiten. Mit der Vergabe von Auftragskompositionen an bekannte Komponist:innen oder junge Talente, gerne auch mit Berlin-Bezug, trägt das Ensemble zur Förderung und zur Formung der zeitgenössischen Musik bei. Für seine Aufführungen arbeitet es mit hochkarätigen Dirigent:innen zusammen, die wie die Ensemblemitglieder für die Vermittlung Neuer Musik brennen und sich den Werken in möglichst komplexer Weise nähern, sodass für die beteiligten Künstler:innen und das Publikum gleichermaßen eine gewinnbringende Atmosphäre geschaffen werden kann. Eine besondere Stellung nimmt dabei seit 1993 Vladimir Jurowski ein, der in seiner heutigen Position als Artistic Advisor viele Programme mitgestaltet und immer wieder auch selbst Konzerte des Ensembles dirigiert.
Eine weitere hochgeschätzte Zusammenarbeit pflegt das ensemble unitedberlin mit dem Konzerthaus Berlin, wo es vier Konzerte im Jahr spielt und sich somit zu den festen Größen jeder Spielzeit der traditionsreichen Institution zählen darf.
Sowohl inhaltlich als auch auf Tourneen setzt sich das Ensemble mit anderen Ländern und deren Kulturen auseinander. Gastspiele gaben die Musiker:innen u. a. bereits in Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Rumänien, Russland, Korea, den USA und Südamerika.
Gegründet wurde das ensemble unitedberlin im Zuge der deutschen Wiedervereinigung als Sinnbild der wiedergewonnenen Verbindung von Musik und Musiker:innen in der lange geteilten Stadt. Seine Geschichte trägt es nicht nur im Namen weiter, sondern es widmet sich auch immer wieder thematisch der deutschen Teilung sowie dem Schaffen von Komponist:innen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs.
Die Diskografie von unitedberlin hat sich über die Jahre hinweg stetig gefüllt, u. a. mit Werken von Luigi Nono über Kompositionen des Bautzeners Jan Cyž bis hin zu „X-MAS CONTEMPORARY“, einer Sammlung von Weihnachtsliedern aus dem 21. Jahrhundert mit dem Bariton Dietrich Henschel unter der Leitung von Vladimir Jurowski.
studierte an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (1959 bis 1962) im Fach Komposition bei Johannes Paul Thilman war er von 1962 bis 1964 Meisterschüler bei Rudolf Wagner-Régeny an der Akademie der Künste in Berlin. Daneben arbeitete er als freier musikalischer Mitarbeiter am Berliner Ensemble, wo er wichtige künstlerische Kontakte unter anderem zu Heiner Müller, Ruth Berghaus und Luigi Nono knüpfte. Bedeutenden Aufträgen zählen in der Folge Werke für die Wittener Tage für neue Kammermusik, die Berliner Philharmonie, die Berliner Festwochen, Ensemble Modern und die Rundfunkanstalten und ihre Orchester. Uraufführungen seiner Werke dirigierten u. a. Pierre Boulez, Daniel Barenboim, Michael Gielen, Ernest Bour und Ingo Metzmacher. Seine Partituren werden von Edition Peters verlegt. Friedrich Goldmann war seit 1978 Mitglied der Berliner Akademien der Künste (Ost) und West (seit 1990). (Wikipedia)
kein Werkkommentar
Am Ende des Konzerts steht Friedrich Goldmanns Vertonung von Paul Flemings philosophischer Betrachtung des Wesens der Zeit. Ähnlich vielgestaltig und rätselhaft wie das Verhältnis des Menschen zum Phänomen der Zeit ist auch die Beziehung der beiden Singstimmen zueinander, die bisweilen beinahe oder exakt zusammentreffen, sich abwechseln und noch als jeweils Abwesende aufeinander Bezug nehmen. Zwischenzeitlich imitieren sie einander wörtlich, doch nicht im selben Rhythmus, was eine grundlegende, doch kaum merkliche Wesensverwandtschaft enthüllt, während die von den Sänger*innen gespielten Holzblöcke den Zeitschlag, das Vergehen der Zeit symbolisieren, ohne dabei jedoch einen regelmäßigen Puls auszubilden. Mit Goldmanns Vertonungen des barocken Lyrikers spannt sich ein Bogen über das ganze Konzert, der in einer Gelassenheit trotz widriger Umstände seinen Anfang nimmt und mit einem Ausblick auf „jene Zeit, die ohne Zeit ist“ schließt. Mit dieser überzeitlichen philosophischen Reflexion erfährt die Fokussierung der gesellschaftspolitischen Bezüge eine entscheidende Weitung.
Daniel Göritz, geboren 1965 in Berlin (Ost), studierte Konzertgitarre in Berlin, Manchester (auch Komposition) und New York. 1993-96 Assistentur und Doktorat an der Manhattan School of Music in New York. Seit 1999 wieder in Berlin, wo er auch als Honorarprofessor für Konzertgitarre an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" unterrichtet. Als Komponist Zusammenarbeit mit verschiedenen Solisten und Ensembles wie z.B. dem KNM Berlin oder dem Fibbonacci Trio. Vielfache Preise und Stipendien. Darunter: 1. Preis des Huddersfield International Composition Competition 1994; Gewinner des Artists International Competition New York 1996 mit dem Zephyrus Duo gemeinsam mit der amerikanischen Flötistin Sarah Hornsby mit anschließendem Debütkonzert in der Carnegie Recital Hall 1997.
Als Gitarrist regelmäßige Zusammenarbeit mit renommierten nationalen und internationalen Orchestern (u.a. den Berliner Philharmonikern) und Ensembles (u.a. dem KNM Berlin, Ensemble Modern). Im Bereich der klassischen Musik ist er als Interpret, Bearbeiter und Herausgeber aktiv. Zu den aktuellen Projekten zählen hier: das Duo mit der Mezzosopranistin Bettina Bruns, auch erweitert zum Trio Udite (+Kontrabass), dessen Programm sich stilistisch über verschiedene Jahrhunderte erstreckt. Oder das Gitarrenduo mit Daniel Wolff (Brasilien), dessen Fokus auf der Erweiterung des klassischen Gitarrenrepertoires durch neue eigene Transkriptionen liegt. Ein wichtiger Schwerpunkt war und ist auch die aktuelle zeitgenössische Musik und schließt ein erweitertes Instrumentarium (darunter auch verschiedene E-Gitarren und Elektronik, z.B. im Ensemble e - w e r k) und die freie Improvisation ein.
2004 gegründet, initiiert, vermittelt und etabliert das Ensemble Quillo besondere Projekte der zeitgenössischen Kunst. Neben Festivals, der Reihe Neue Musik, Musiktheaterproduktionen und Kunstfilmen entwickelt das Ensemble auch außergewöhnliche Aufführungsformate (LandQultour seit 2019, zuFußQultour 2021) und Musikvermittlungsprojekte, die 2011 mit dem Regine-Hildebrandt-Preis ausgezeichnet wurden. In enger Zusammenarbeit mit KomponistInnen sind zahlreiche Werke entstanden, die an brandenburgischen und Berliner Bühnen aufgeführt wurden (Ahead of Struwwelpeter 2019, El Cimarrón 2011, Hans im Glück 2014). Auf dem Hof Quillo hat das Ensemble mit eigenem Konzerthaus und Kino zudem einen Kulturhotspot im ländlichen Raum geschaffen.
Das Ensemble spielt bei den intersonanzen 2021 mit Daniel Göritz git, Franziska Rau kb, Max Renne celesta und Ursel Weiler fl/Ltg.
Gunda Gottschalk (* 1969 in Bückeburg) ist eine deutsche Violinistin im Bereich der improvisierten und zeitgenössischen Musik.
Xu Fengxia und Gunda Gottschalk im club W71
Gunda Gottschalk, moers festival 2008
Leben
Gottschalk studierte zwischen 1990 und 1994 klassische Violine bei Johannes Prelle und Susanne Imhof an der Musikhochschule Köln-Wuppertal. Meisterkurse und Privatstudien bei Stefan Picard, Antje Weithaas, Sascha Bron und Angelika Budde ergänzten die Ausbildung. Seit 1991 ist sie mit Thomas Beimel, Ute Völker, Karola Pasquay und Ortrud Kegel Mitglied von Partita Radicale, einem Ensemble für Neue und improvisierte Musik, das auch durch Stummfilmprogramme mit Livemusik, Musiktheaterproduktionen und Bühnenmusiken bekannt wurde. 1994/95 begegnete sie Peter Kowald, der zu jener Zeit in Wuppertal sein Projekt „365 Tage am ORT“ durchführte. Sie musiziert in Kowalds Ort-Ensemble und spielt dort mit wichtigen internationalen Solisten der improvisierten Musik, beispielsweise Joëlle Léandre oder Evan Parker. Seit 1995 bildete sie zusammen mit Kowald und der Guzheng-Spielerin Xu Fengxia das Rückgrat des Global Village Ensemble, welches Musiker verschiedenster kultureller Herkunft zusammenführte und in Besetzungen vom Trio bis zum Sextett unter anderem mit Jin Hi Kim, Savina Yannatou, Pamela Z, Jeanne Lee, Otomo Yoshihide, Lê Quan Ninh und Naná Vasconcelos konzertierte.
Seit 1995 arbeitet Gottschalk, die auch Bratsche spielt, zudem mit dem belgischen Bassisten Peter Jacquemyn zusammen; die gemeinsame Duo-CD „e pericoloso sporgersi“ wurde 2001 vom Nachwuchsforum der Gesellschaft für Neue Musik und dem Ensemble Modern ausgezeichnet. Kris Defoort und Fabrizio Cassol beteiligten sie 1995 an ihrem Album Variations on A Love Supreme. 1998 holte die französische Pianistin Christine Wodrascka sie ebenso wie die Klarinettistin Isabelle Duthuit in ihr Trio Krizda. Solotourneen 2002 und 2003 führten sie durch die USA. Sie trat dort u. a. mit William Parker, Susie Ibarra, Assif Tsahar, Michael Zerang, Oliver Lake und Fred Frith auf. Sie arbeitet weiterhin im Duo Youlan mit Xu Feng Xia.
Gemeinsam mit Thomas Beimel erhielt Gunda Gottschalk 1999/2000 ein Arbeits- und Produktionsstipendium der Filmstiftung NRW, das zur Realisierung des Hörspiels „Das Paradies“ genutzt wurde. Die in Wuppertal lebende Musikerin bringt ihre Arbeit in Verbindung mit Tanz, Theater, Film, Komposition, Bildender Kunst und Literatur. Seit 2002 ist sie Geschäftsführerin des Plattenlabels free elephant. Seit 2012 ist sie im Duo Sonata Erronea mit Dušica Cajlan aktiv.[1]
Partita Radicale
Fünf eigensinnige Menschen und MusikerInnen aus Wuppertal und Köln schließen sich zusammen, entwickeln alles im Kollektiv und arbeiten explizit ohne musikalische Leitung: Das war Anfang 1989 der Gründungsgedanke von Partita Radicale. Bis heute hat dieser Gedanke Bestand und beflügelt das Ensemble zu immer neuen, außergewöhnlichen Projekten.
Partita Radicale
Fünf eigensinnige Menschen und MusikerInnen aus Wuppertal und Köln schließen sich zusammen, entwickeln alles im Kollektiv und arbeiten explizit ohne musikalische Leitung: Das war Anfang 1989 der Gründungsgedanke von Partita Radicale. Bis heute hat dieser Gedanke Bestand und beflügelt das Ensemble zu immer neuen, außergewöhnlichen Projekten.
In Düsseldorf geboren.
Private Gesangsausbildung in Hamburg und Berlin,
ab 1986 bei Ks. Loren Driscoll (Deutsche Oper Berlin).
Seit 1987 als freischaffender Sänger, vorwiegend im Konzert- und Oratorienfach, tätig.
Konzerte und Liederabende im In- und Ausland, zahlreiche Uraufführungen.
Opernproduktionen mit freien Gruppen (Berliner Kammeroper, Neue Opernbühne Berlin), Gast-
verträge an verschiedenen Theatern (Staatsoper Unter den Linden, Komische Oper u.a.)
Von 1989-1998 Dozent für Gesang und Sprecherziehung an der Kirchenmusikschule Berlin-Spandau, seit 2002 Lehrauftrag für Gesang an der UdK Berlin.
Mitwirkung an Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen.
Zusammenarbeit mit dem Berliner Philharmonischen Orchester, dem DSO Berlin, dem Chamber Orchestra of Europe, dem Cleveland Orchestra, der Akademie für Alte Musik unter Dirigenten wie Gerd Albrecht, Christoph von Dohnányi, Michael Tilson-Thomas, Lothar Zagrosek, Philippe Herreweghe, René Jacobs, Marcus Creed.
Mitwirkung bei internationalen Festivals (Berlin, Dresden, Salzburg, BBC Proms, Maggio Musicale Florenz, Händelfestsp. Göttingen u. Halle), Konzertreisen nach Japan, Nord- und Südamerika.
ars-nova-ensemble berlin + gegründet 1987 durch peter schwarz + die zwölf mitglieder absolvierten ihre gesangsausbildung an berliner musikhochschulen + neben den konzertver-pflichtungen des kammerchores als solisten und innerhalb der berliner rundfunkchöre tätig + europaweite gastspiele + regelmäßige teilnahme an den berliner festwochen + cd-produktion mit werken von berthold goldschmidt + cd mit werken von stockhausen, reimann und messiaen in vorbereitung.
sopran:almut krumbach, ines villanueva, sabine wüsthoff, gaya durando
alt:bettina spreitz-rundfeldt, juliane rothmaler, maria philipps, sibylle juling
tenor:joachim vogt, achim goeres, kai roterberg, jan remmers
bass:jörg gottschick, friedemann gottschick, frank schwemmer, martin backhaus
Der Bariton Friedemann Gottschlich studierte Gesang an den Musikhochschulen in Hannover und Freiburg und schloss an letzterer 2025 sein Masterstudium ab.
Bereits während seines Studiums sammelte er reichlich Opernerfahrung: so führten ihn Produktionen an die Bühnen der Salzburger Festspiele, der Oper Köln, des ETA Hoffmann Theaters Bamberg, des Théâtre Ledoux – Besançon und der Landesbühnen Sachsen. Zuletzt verkörperte er im Herbst 2025 den Figaro in W. A. Mozarts Die Hochzeit des Figaro am Brandenburger Theater.
Im Jahr 2023 war er Preisträger des „32. Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg“.
Friedemann Gottschlich ist Stipendiat der Horst- & Gretl Will-Stiftung und des Richard-Wagner-Verbandes Braunschweig.
In der Spielzeit 25/26 ist er das erste mal an der COMEDIA in dem Stück "FREIKUGELN" zu sehen.
ars-nova-ensemble berlin + gegründet 1987 durch peter schwarz + die zwölf mitglieder absolvierten ihre gesangsausbildung an berliner musikhochschulen + neben den konzertver-pflichtungen des kammerchores als solisten und innerhalb der berliner rundfunkchöre tätig + europaweite gastspiele + regelmäßige teilnahme an den berliner festwochen + cd-produktion mit werken von berthold goldschmidt + cd mit werken von stockhausen, reimann und messiaen in vorbereitung.
sopran:almut krumbach, ines villanueva, sabine wüsthoff, gaya durando
alt:bettina spreitz-rundfeldt, juliane rothmaler, maria philipps, sibylle juling
tenor:joachim vogt, achim goeres, kai roterberg, jan remmers
bass:jörg gottschick, friedemann gottschick, frank schwemmer, martin backhaus
2. Preis in der Altersgruppe 2
Lothar Graap (* 15. Juni 1933 in Schweidnitz) ist ein deutscher Komponist und evangelischer Kirchenmusiker.
Leben
Graap studierte ab 1949 am Konservatorium in Görlitz und wechselte 1950 in die Kirchenmusikschule Görlitz. Nach seinem vierjährigen Studium (unter anderem bei Eberhard Wenzel (Tonsatz) und Horst Schneider (Orgel)) legte er das kirchenmusikalische B-Examen ab. An das Examen schloss er noch Kurse bei Helmut Bornefeld und Siegfried Reda an.
Lothar Graap war ab 1954 als Kirchenmusiker in Niemegk tätig, im Anschluss war er bis zu seinem Ruhestand Kantor und Organist an der Klosterkirche in Cottbus. 1975 wurde ihm der Status des A-Examens zuerkannt, 1981 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Im Jahr 1991 wurde Graap Dozent für Orgelspiel am Konservatorium in Cottbus. Für seine Arbeit erhielt er 1998 die Ehrenmedaille der Stadt Cottbus. Bis ins Jahr 2014 verantwortete er eine wöchentlich stattfindende Reihe von Orgelvespern in Berlin-Friedrichshagen. Er lebt heute in Schöneiche bei Berlin.
Graap verfasste zahlreiche Kompositionen, die im Wesentlichen im christlichen Gottesdienst wurzeln und vom Bibelwort her bestimmt sind. Seine Kompositionen sind stark von seinem Lehrer Eberhard Wenzel und von Paul Hindemith geprägt. Er ist Mitglied der Textautoren- und Komponistengruppe TAKT.
Am 29. Januar 2024 wurde Lothar Graap durch den Ministerpräsidenten Dietmar Woidke mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.[1]
Geboren in Berlin, war zuerst Gitarrist in Rockgruppen, nahm während seines Studiums zum Chemie-Ingenieur Privatunterricht in Komposition, Saxophon und Querflöte (u.a. bei Earl Brown und Eberhard Blum).
Seit 1975 war er im Bereich des Jazz und der improvisierten Musik tätig (FMP), spielte mit eigenen Gruppen in Frankreich, Schweden, Polen, Österreich, Schweiz, Ungarn, Italien, USA, Indien, Russland, Brasilien und DDR und legt mehr als 20 Tonträger vor, spielte u.a. mit John Tchicai, Ray Anderson, Harry Beckett, Heiner Goebbels, Michael Sell, Daniel Zaretsky, Albrecht Riermeier, Kamalesh Maitra, Zbigniew Namyslowski, Silesian String Quartet, Uli Moritz.
Nach 1980 war Friedemann Graef für einige Zeit auch im Bereich der Alten Musik aktiv, als Dulcianist mit der „Musicalischen Compagney“. Die Wurzeln der europäischen Musik und die Durchdringung von Komposition und Improvisation waren stets sein Interesse.
Ein Stipendium brachte ihn zum Studium am Creative Music Studio, State New York (Workshops und Konzerte mit Abdullah Ibrahim und Trilok Gurtu).
Das Schaffen von Friedemann Graef als Komponist umfasst Chor- und Orchesterwerke, Orgel- und Kammermusik, wobei die Kirchenmusik einen großen Teil seines Schaffens ausmacht. Preise erhielt er vom Land Nordrhein-Westfalen, von der Union Deutscher Jazzmusiker, vom Berliner Senat und vom Deutschen Komponistenverband, dessen Mitglied er auch ist.
Neben eigenen Projekten hat Friedemann Graef als Solist und als Mitglied des Berliner Saxophon Quartetts Uraufführungen Neuer Musik und spätklassische Originalwerke eingespielt.
Zusammenarbeit mit den Verlagen Ries & Erler, Chili Notes und advance music.
Das Berliner Saxophon Quartett ist ein 1983 gegründetes Kammermusikensemble. Seine Mitglieder sind:[1]
Clemens Hoffmann, Sopransaxophon
Theo Nabicht, Altsaxophon
Christof Griese, Tenorsaxophon (Gründungsmitglied)
Friedemann Graef, Baritonsaxophon
Mitglieder waren zeitweise auch Matthias Zippel, Klaus Kreczmarsky, Rainer Ehrhardt und Detlef Bensmann.[2]
Das vielfältige Repertoire umfasst anspruchsvolle Unterhaltungsmusik, Originalkompositionen, Jazz und zeitgenössische „ernste Musik“ sowie Transkriptionen z. B. der Kunst der Fuge von Bach.[3]
Sie tourten 1993 bis 1997 in den USA, wobei sie in der Carnegie Hall ein Konzert mit neun Uraufführungen amerikanischer Komponisten gaben. Des Weiteren hatten sie Tourneen durch Frankreich, Ungarn, Italien, Luxemburg und Polen.
Sie spielten eine Reihe von CDs ein, darunter Musique pour faire plaisir und 12 notes, 4 musicians and the blues (BIT Musikverlag, Berlin), Renaissance (cpo-Records, Osnabrück, 2011)[4], Die Kunst der Fuge (cpo-Records), Saxophon Quartette, Vol. 2 (150 Jahre Saxophonquartette) und Das Saxophon (Koch Records), Saxophonie (Opus Records), Emsdettener Totentanz (MCC, Boston, Kompositionen von William Thomas McKinley und Friedemann Graef) und CD-Aufnahmen der Komponisten Werner Haentjes, Michael Sell, Dietrich Erdmann und Harald Genzmer.
wikipedia
Richard Graf (* 5. Mai 1967 in Wiener Neustadt) ist ein österreichischer Musiker (Gitarre, Piano, Komposition), der „sowohl in Jazz, Pop als auch in der Neuen Musik zuhause ist“[1] und eine Universitätsprofessur für Musikpädagogik innehat.
Leben und Wirken
Graf hatte zunächst Klavierunterricht am Josef Matthias Hauer–Konservatorium der Stadt Wiener Neustadt. Auf dem Bundesoberstufenrealgymnasium machte er seine Matura im musikalischen Schwerpunkt. Von 1986 bis 1990 studierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Instrumentalpädagogik und Konzertfach Gitarre bei Walter Würdinger; er verfasste seine Abschlussarbeit über „Die E-Gitarre im Instrumentalunterricht“. Daneben studierte er Neue Musik und Komposition bei Diether de la Motte (Diplom mit Auszeichnung 1993), um dann ein Jahr am Berklee College of Music in Jazz-Theorie, Arrangement, Filmmusik und Jazzgitarre zu vertiefen; in dieser Zeit nahm er Unterricht bei Joe Diorio und Workshops mit Tuck Andress und Mick Goodrick.
Als Theatermusiker war er ab 1990 an der Volksoper Wien und am Burgtheater. Als Interpret betrieb er ein Gitarrenduo mit Richard Filz (Album Rich Art: Contemporary Classical Guitar 1997). Auch begleitete er Musiker wie Bill Ramsey, The Platters und Gus Backus. Seit 2002 spielt er gemeinsam mit Jon Sass und Richard Filz im Richard Graf Trio. Er gehörte zum NewTon Ensemble und dem Ensemble XX Jahrhundert.
Für Auftraggeber wie das Göttinger Symphonie Orchester, das Wiener Glasharmonika Duo, das Weber Trio Wien oder die Vienna Five schrieb er Kompositionen mit den Schwerpunkten Kammermusik, Computermusik und Chormusik. Weiterhin komponierte er kammermusikalische Werke für verschiedene Besetzungen.[2] Weil er den Parameter Klangfarbe für ausgeschöpft hält, konzentriert er sich in seinen Werken vorrangig „auf die Erforschung von Klangfarbe und Rhythmus, um zu Ungewöhnlichem zu finden, und nutzt dazu gerne auch elektronische Mittel“.[1] Sein kammermusikalisches Werk Ursachen und Nebenwirkungen wurde 2005 auf dem Album The Next Generation veröffentlicht, Take five, six, seven auf dem Album Bolling! von Marialena Fernandes & friends (Extraplatte 2012).
Graf verfasste mit Barrie Nettles das (auch auf Englisch vorliegende) Buch Die Akkord-Skalen-Theorie und Jazz-Harmonik (Advance Music 1997), das als musiktheoretisches Standardwerk gilt und international in der Universitätsausbildung eingesetzt wird.[2] 2005/2006 war er als Assistenzprofessor an der University of Southern California tätig. Seit 2017 leitet er die Masterstudien Musikpädagogik an der Jam Music Lab – Privatuniversität für Jazz und Popularmusik Wien, unterrichtet Komposition, Kompositionspädagogik und Gitarre. 2019 bis 2021 war er dort Dekan für Musikpädagogik. Seit 2021 ist er Vizerektor für Lehre und Digitalisierung und seit 2022 Universitätsprofessor für Musikpädagogik/IGP.
Zehn Jahre lang leitete Graf bis 2019 die Interessengemeinschaft Niederösterreichische KomponistInnen; er ist im Vorstand des Österreichischen Komponistenbundes. Auf seine Initiative gehen unter anderem die Tage der neuen Musik und der Max Brand Kompositionspreis zurück. Das von ihm 2012 gegründete Max Brand Ensemble, das unter künstlerischer Leitung von Christoph Cech und ihm zeitgenössische Kompositionen aufführt,[3] war an Michael Mantlers ECM-Album Comment c’est (2017) beteiligt.
niederösterreichisches ensemble für neue musik
Die INÖK setzt dem großen niederösterreichischen Komponisten MAX BRAND, der 1980 in Langenzersdorf verstorben ist, ein musikalisches Denkmal. Auf Initiative von Richard Graf und der künstlerischen Zusammenarbeit mit Christoph Cech fand 2012 die Gründung des MAX BRAND Ensembles – Niederösterreichisches Ensemble für Neue Musik statt.
Das MAX BRAND Ensemble möchte im Geiste des österreichischen Komponisten Max Brand innovative Musik und neue Hörzugänge ermöglichen, ist „neugierig“ auf kompositorische Ideen, die aktuelle und ungewöhnliche Sichtweisen zulassen und damit auch Grenzgebiete ausloten.
[Video-Live-Act],
der Niederösterreichische Komponistenverband präsentiert die Künstler:
MINGO [Video-Live-Act],
Wilfried Satke [Live-Electronics, Gitarre, Control light, Video], Richard Graf [Gitarre, Electronic], Georg Weidinger [Stimme, Live-Electronics, Klavier]
Unterstützt von INÖK- Interessengemeinschaft Niederösterreichische Komponisten.
Seit seiner Gründung 2006 tastet das Sonar Quartett immer wieder die Ränder der klassischen Musik ab, es erschafft Utopien und improvisiert Klangabdrücke, deren Nachhall schon den Weg zum nächsten notierten Werk nährt. Die vier in Berlin lebenden Musiker:innen Wojciech Garbowski, Salvatore Di Lorenzo, Ian Anderson und Konstantin Manaev verstehen sich als komponierendes Streichquartett, das weit über vermeintliche Genregrenzen hinausgreift, indem es sich auch der eigenen Körper, elektronischer Verstärkung und Verfremdung bedient oder auch bildkünstlerische Werke in Klang verwandelt. Neue Musik geht mit dem Sonar Quartett über das Hör- und Sichtbare hinaus, sie wird für die Spielenden und für die Zuhörer:innen gleichermaßen zu einem taktilen Erlebnis.
Das Sonar Quartett war in den vergangenen Jahren mit Konzerten bei einschlägigen Festivals wie London Ears, Gaudeamus Utrecht, Présences Paris, Tage Neuer Musik Zürich, Pan Music Festival Seoul, Festival Musiiki Aika (Finnland), Huddersfield Contemporary Music Festival, Era Schaeffera Warschau, KLANG Kopenhagen Avantgarde Music Festival, Nauriz XXI Almaty (Kasachstan), Festival de Musica de Morelia(Mexiko) und Open Days Aalborg zu Gast. Daneben konzertierten sie bei den Festivals Ultraschall Berlin, MaerzMusik, dem Forum Neuer Musik des Deutschlandfunk, dem Siemens Arts Program, dem Bachfest Leipzig und den Wittener Tagen für neue Kammermusik.
Vom klassischen Streichquartett Beethovens über selten gespielte Komponisten wie Friedrich Goldmann, das neu erarbeitete Werk „Cat O‘Nine Tails“ von John Zorn bis hin zu jungen Komponist:innen wie beispielsweise Farzia Fallah – das Repertoire des Sonar Quartetts präsentiert eine große musikalische Bandbreite. Davon zeugt auch die Zusammenarbeit mit Künstler:innen wie Dieter Appelt, Alwynne Pritchard – Komponistin und Performerin – oder Beatboxer Daniel Mandolini in einer Komposition von Tobias Schwencke. In Zukunft möchte sich das Ensemble außerdem intensiver mit Elektronik beschäftigen, um die eigenen Werke klanglich zu erweitern.
Als komponierendes Streichquartett schafft das Sonar Quartett in der konsequenten Weiterentwicklung der gemeinsamen Improvisation notierte Kompositionen, reproduzierbar und dennoch flexibel durch die jeweilige Interpretation. Dies bedeutet für die vier Berliner Musiker:innen eine sehr unmittelbare Form des Ausdrucks, die über die Jahre der Zusammenarbeit entstanden ist: das Spielen zeitgenössischer Kompositionen wurde ergänzt, kontrastiert und reflektiert in gemeinsamen Improvisationen. Dabei entstanden magische Klänge, sehr reiche, ungewöhnliche Klangwelten wurden aufgestoßen. In der Folge manifestierte sich der Wunsch, diese Improvisationen festzuhalten, wiederholbar zu machen und dazu zu viert ein System der Kommunikation und der Notation zu entwickeln und den gemeinsamen Klang immer wieder neu zu suchen, zu definieren und festzuhalten.
So etabliert sich das Sonar Quartett seit 2019 mit seiner CD SONAR (Are Verlag), der Komposition Lunik I (Huddersfield Contemporary Music Festival) und Magma (Konzertreihe EVOLUTION) als komponierendes Streichquartett. Mit diesem Engagement möchte das Ensemble einen neuen Bereich definieren und Standards setzen: es wird durch das gemeinsame Komponieren kein Komponist, die Musiker:innen treten nicht wie ein:e Komponist:in in Erscheinung, sondern die gemeinsam entwickelten Stücke sind Konzeptkunst, Kollektiv-Kompositionen.
Während der Pandemie hat diese Form des Ausdrucks aus einer neuen Perspektive an Bedeutung gewonnen, zumal eine sehr intensive Arbeit an den eigenen Kompositionen erfolgte, die in mehreren Videos und im Livekonzert präsentiert werden konnten. Trotz ihrer Wiederhol- und Reproduzierbarkeit sind die Werke immer auch Reaktion auf den jeweiligen Raum, werden im Dialog mit dem Publikum einzigartig. Konzerte sind fundamentaler Bestandteil der künstlerischen Arbeit, da sie Spiegel und Referenz sind, die Stücke erst dort lebendig werden. Die Musiker:innen verstehen sich gleichermaßen als Klangforscher:innen, die an der Grenze von Komposition und Improvisation experimentieren, forschen und dadurch herausstellen, welchen unersetzlichen Wert das Livekonzert-Erlebnis durch die Flexibilität und Reaktionsmöglichkeiten ausmacht.
Cluj-Napoca – Rumänien
Das Ensemble Couleurs aus Cluj-Napoca/Klausenburg, Rumänien wurde 2020 vom Komponisten Alexandru Ștefan Murariu mit dem Ziel gegründet, sowohl moderne als auch zeitgenössische rumänische und internationale Musik zu fördern. In den drei Jahren seiner Tätigkeit wurde das Ensemble Couleurs zur Teilnahme an mehreren hochkarätigen Festivals wie »Brave neue Musik« Sibiu, »Cluj Modern« Cluj-Napoca, »Remus Georgescu Festival« Timișoara und »Meridian International Festival« Bukarest eingeladen. Im Jahr 2023 traten sie im Rahmen eines vom Rumänischen Kulturinstitut über das Cantemir-Programm kofinanzierten Projekts mit dem Titel »Around György Ligeti –romanian contemporary music, ethos and vigurosity« im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie auf.
Christof Griese, geboren in Beckum, ist ein deutscher Jazzmusiker (Saxophon und Querflöte), -komponist und -arrangeur. Er lebt in Berlin und ist Leiter der Abteilung Jazz und Perkussion an der Musikschule Charlottenburg-Wilmersdorf.
Das Berliner Saxophon Quartett ist ein 1983 gegründetes Kammermusikensemble. Seine Mitglieder sind:[1]
Clemens Hoffmann, Sopransaxophon
Theo Nabicht, Altsaxophon
Christof Griese, Tenorsaxophon (Gründungsmitglied)
Friedemann Graef, Baritonsaxophon
Mitglieder waren zeitweise auch Matthias Zippel, Klaus Kreczmarsky, Rainer Ehrhardt und Detlef Bensmann.[2]
Das vielfältige Repertoire umfasst anspruchsvolle Unterhaltungsmusik, Originalkompositionen, Jazz und zeitgenössische „ernste Musik“ sowie Transkriptionen z. B. der Kunst der Fuge von Bach.[3]
Sie tourten 1993 bis 1997 in den USA, wobei sie in der Carnegie Hall ein Konzert mit neun Uraufführungen amerikanischer Komponisten gaben. Des Weiteren hatten sie Tourneen durch Frankreich, Ungarn, Italien, Luxemburg und Polen.
Sie spielten eine Reihe von CDs ein, darunter Musique pour faire plaisir und 12 notes, 4 musicians and the blues (BIT Musikverlag, Berlin), Renaissance (cpo-Records, Osnabrück, 2011)[4], Die Kunst der Fuge (cpo-Records), Saxophon Quartette, Vol. 2 (150 Jahre Saxophonquartette) und Das Saxophon (Koch Records), Saxophonie (Opus Records), Emsdettener Totentanz (MCC, Boston, Kompositionen von William Thomas McKinley und Friedemann Graef) und CD-Aufnahmen der Komponisten Werner Haentjes, Michael Sell, Dietrich Erdmann und Harald Genzmer.
wikipedia
Magdalena Grigarová wurde in Vyškov (Tschechien) geboren. Dort erhält sie ihren ersten Gitarrenunterricht an der Staatlichen Musikschule im Alter von acht Jahren. Bereits zwei Jahre danach nahm sie erfolgreich an staatlichen Gesamtwettbewerben der tschechischen Musikschulen teil. Mit fünfzehn Jahren fing sie mit ihrem Gitarrenstudium am Konservatorium P. J. Vejvanovského (Kroměříž) in der Klasse von Prof. Stanislav Heglas und schliesst dieses 2009 am Prager Konservatorium unter der Leitung von Prof. Václav Kučera ab. Sie führte ihr Diplomstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock in der Gitarrenklasse von Prof. Thomas Offermann und später an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar in der Klasse von Prof. Ricardo Gallén fort.
Neben der klassischen Gitarre widmet sie sich auch dem Songwriting, Crossover- und interdisziplinären Projekten (das Wettbewerb HMT-Interdisziplinär Rostock – 1. und 2. Platz). Zu ihrem Repertoire gehören eigene Lieder und Bearbeitungen von diversen Stücken aus dem Jazz- Rock- und Pop-Genre.
Seit 2018 Mitglied des Ensemble MIET+ für zeitgenössische Musik und Vorstand der via nova e.V. Seit 2022 Levanti Duo mit der Weimarer Sopranistin Christina Bernhardt.
Sie spielt ein Meister-Instrument des Warngauer Gitarrenbauers Roland Metzner.
MIET+ ist ein in Weimar gegründetes, freies und selbstbestimmendes Experimentalensemble für Neue Musik. Im musikalischen Geschehen werden durch integrierte Medienanwendungen, mehrere Sinne des Zuhörers gleichzeitig angesprochen und herausgefordert. Dazu gehören mittlerweile gebräuchliche Praktiken wie Videoeinspielungen, musizieren nach Grafiken, Live-Elektronik, Zuspiel und Einbezug von Bildern. Dazu kommen Übertragungen, Projektionen und anderweitige Experimente die die Zukunft noch bereithält. Ziel ist es flexibel, spontan geistreich und kess Stücke in Szene zu setzen. Dabei spielt es keine Rolle ob im Konzert oder außerhalb, notengetreu oder frei, es ist an der Zeit die in der Vergangenheit manifestierten Formgrenzen der Musik maßlos zu überschreiten! Das + im Namen symbolisiert beliebige Erweiterungen des Aufgabenbereiches. So sollen auch in direkter Zusammenarbeit mit Komponisten aus aller Welt Auftragskompositionen gefertigt werden und internationale Kontakte entstehen.
Geboren in Santo André, SP, Brasilien. Lebt inBerlin. Studium: Oboe, Gesang und Komposition an der Universität des Staates São Paulo, Brasilien. Gesangs-Aufbaustudium an der »Hochschule für Musik Hanns Eisler«, Berlin bei Inge Uibel sowie Masterstudien in Musik- und Theaterwissenschaft, TU und FU Berlin. Diverse Preise und Auszeichnungen. Schwerpunkt zeitgenössisches Musiktheater, Uraufführungen als Sängerin, u.a.: »KLIMA_vorher.sagen«–Stelzenbach/Hoyer,»Lezionidi Tenebra« – Lucia Ronchetti in Berlin / Rom / Salzburg, »niebla« – Mendoza / Rebstock in Hellerau / Berlin / Madrid; »La philosophie dans le labyrinthe« – Aureliano Catta- neo, »die architektur des regens« – Klaus Lang sowie »Amazonas« in der Münchener Biennale, São Paulo und Wien, »la ciudad de las mentiras« – Mendoza / Rebstock im Teatro Real Madrid.
Internationale Konzerttätigkeit in mehreren Musikfestspielen in Zusammenarbeit mit den Ensembles »Mosaik«, »Kammerensemble Neue Musik Berlin«, »Modern Art Sextett«, »United Berlin«, »resonanz«, »courage«, »nieuw ensemble amsterdam«, »Staatsorchester São Paulo«, »Berliner Symphoniker« und »Klangforum-Wien«, u.a.
Als Komponistin aufgetreten in der 5. Diagonale-Bielefeld, in »48 Stunden Neukölln«, Klangwelten, Internationales Klangkunstfest, Frankfurter Herbsttage, Pyramidale, Intersonanzen, im BKA-Berlin, im Centro Cultural São Paulo (Brasil), Lissabon O’culto da Ajuda sowie in dem Festival von Avignon.
Das modern art ensemble wurde 1994 gegründet. Es gestaltet und veranstaltet eigene Konzertreihen, spielt europaweit bei internationalen Festivals und in renommierten Konzertorten, Konzertreisen führten es mehrfach nach Südkorea und auf die Philippinen. Das Repertoire des modern art ensembles umfasst das ganze Spektrum der zeitgenössischen Musik: Es reicht von Bearbeitungen klassischer Stücke über die Werke wichtiger Komponisten der Neuen Musik bis hin zu neuesten, aktuellen Musikprojekten. Das Ensemble hat über 180 Uraufführungen in seinen Konzerten präsentiert und arbeitet eng mit vielen Komponisten aus Berlin, aus ganz Europa, aus Ost- und Südostasien zusammen. Es hat bei zahlreichen Musiktheaterproduktionen mitgewirkt, konzertante Opernaufführungen realisiert und Live-Musik zu Kinofilmen gespielt.
The modern art ensemble was founded in 1994, it creates and organizes its own concert series, plays Europe-wide at international festivals and in renowned concert venues, and has toured South Korea and the Philippines several times. The repertoire of the modern art ensemble covers the entire spectrum of contemporary music: it ranges from arrangements of classical pieces to the works of important composers of new music to the latest, most current contemporary music projects. The ensemble has presented over 180 world premieres in its concerts and collaborates closely with many composers from Berlin, Europe, East and Southeast Asia. It has been involved in numerous music theatre productions, has realized concertante opera performances and played live music to cinema film.
Im Jahre 2017 wurde unter neuem Vorsitz das sogenannte „BVNM ad hoc Ensemble“ gegründet. Improvisationserfahrene Kolleginnen und Kollegen des BVNM e.V. fanden sich für einen ersten Auftritt bei den intersonanzen 2017 für ein Konzert mit frei improvisierter Musik zusammen und beschlossen daraufhin, als Ensemble weiterzuarbeiten. Dies waren zu Beginn - in alphabetischer Reihenfolge - Thomas Gerwin (Banjo, Elektronik, Objekte), Henry Mex (Kontrabass, Stimme, Elektronik), Alex Nowitz (Stimme, Aktionen), Dietrich Petzold (Violine, Viola und singende Säge), Susanne Stelzenbach (Klavier auf den Tasten und innen), Sabine Vogel (Flöten, klingende Objekte, Video). In den Jahren darauf kamen dann Katia Guedes (Sopran, Stimme) sowie Robin Hayward (mikrotonale Tuba) dazu. Diese Besetzung spielte bislang eine Reihe hoch interessanter Konzerte in verschiedenen Besetzungen u.a. auch als Telekonzert mit NAISA Sound Travel Vancouver.
Kammerensemble ad hoc
Die acht MusikerInnen des Ensembles spielen in sensibler Korrespondenz und Kontrapunktik ad hoc, frei und intensiv dem musikalischen Augenblick nachspürend. Dem Klang und einander Raum gebend, entsteht im musikalischen Spiel manchmal das Unerhörte - lange Spannungsbögen, kurze, explosive oder innige Momente, Nähern und Entfernung, Klangkonglomerate, Flächen, Linien oder Punkte, geräuschhafte, melodische und materiale Strukturen, Fremdheit und Verschmelzung. Getragen von diesem musikalischen Impetus interpretiert das Ensemble ebenfalls Notationen, die kompositorisch zeitliche Strukturen und Klangvorstellungen vorgeben, jedoch viel Raum für deren Ausgestaltung im Moment lassen.
Eine Besonderheit des Ensembles ist die klanglich-musikalische Erkundung von außergewöhnlichen Räumen.
Mit Ivo Berg (rec), Thorsten Bloedhorn (e-git), Thomas Gerwin (perc, electr, prepared banjo), Axel Haller (e-b, object), Klaus Janek (double-bass, electr), Dietrich Petzold (vl), Claudia Risch (fl, sax), Susanne Stelzenbach (p), Leitung: Thomas Gerwin
Wird für Konzerte zusammengestellt
Im Jahre 2017 wurde unter neuem Vorsitz das sogenannte „BVNM ad hoc Ensemble“ gegründet. Improvisationserfahrene Kolleginnen und Kollegen des BVNM e.V. fanden sich für einen ersten Auftritt bei den intersonanzen 2017 für ein Konzert mit frei improvisierter Musik zusammen und beschlossen daraufhin, als Ensemble weiterzuarbeiten. Dies waren zu Beginn - in alphabetischer Reihenfolge - Thomas Gerwin (Banjo, Elektronik, Objekte), Henry Mex (Kontrabass, Stimme, Elektronik), Alex Nowitz (Stimme, Aktionen), Dietrich Petzold (Violine, Viola und singende Säge), Susanne Stelzenbach (Klavier auf den Tasten und innen), Sabine Vogel (Flöten, klingende Objekte, Video). In den Jahren darauf kamen dann Katia Guedes (Sopran, Stimme) sowie Robin Hayward (mikrotonale Tuba) dazu. Diese Besetzung spielte bislang eine Reihe hoch interessanter Konzerte in verschiedenen Besetzungen u.a. auch als Telekonzert mit NAISA Sound Travel Vancouver.
„ein-gebrannt“ ist ein szenisch-musikalisches Experiment, bei dem Bewegungen mit vokalen Klängen in Verbindung stehen. Als erstes wird der gleiche Ton mit der gleichen Bewegung kombiniert, synchron, später bricht sich diese Verbindung. Das Tonband erscheint später als Erinnerung. Es entsteht ein Dialog zwischen dieser Erinnerung und der im Moment gemachten Performance, ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Performerin läuft im Raum, der Körper trägt den Klang. Das Tonband erscheint von „draußen“. Der Körper trägt die Klänge der Gegenwart, vom draußen kommt die Vergangenheit: ein Spiel mit Gefühlen, Raum und Zeit. Der Titel spielt mit der Idee von einer CD "brennen", sowie der Idee, dass ein Gefühl unter die Haut "eingraviert/eingebrannt" wird.
Das Stück behandelt Ausdrucksklänge, Sätze oder kurze Silben, die man oft von sich gibt, ohne sie extra zu beachten. In einer musikalischen Entwicklung entstehen andere Klänge oder Ausdrücke, die „raus“ gehen wollen: Etwas, das man normalerweise nicht zeigen würde, die versteckten Gefühle. Das Stück steht auch zwischen Theater und Musik: Theater spielen mit Klängen anstatt mit Worten und Musik machen mit theatralischen Ausdrücken anstatt allein mit Tönen.
„Ohr-Ringe“ sind 6 kleine zirkulären Stücke für Solo Sopran. Jedes Stück startet mit dem gleichen Ruf: „Hör mich!“. Die Sätze verändern sich, werden immer kürzer und enden mit nur einer Silbe. Der Klangablauf geht in die andere Richtung: es werden immer mehr Noten gesungen, so, dass der emotionale Ausdruck aus den Wörtern in die Musik wandert. Der Text besteht aus 6 kleinen Gedichten, alle von mir entworfen. Zwischen den Sätzen erklingt ein Ton, der die Pausen ansagt, wie beim Ringkampf.
1.
hear me!
ear me
air, me
aim me
am me
me
4.
hör mich!
herr mich
er mich
er ich
Ei
2.
écoute-moi
escorte-moi
coûte-moi
toute moi
tout et moi
tu et moi
5.
oídme
oya me
oh da me
oh a me
oh ame!
a me
3.
m’ascolta
m’accoglia
ma colla
mi cola
mi molla
mile
me
6.
me ouve
me ave
me abre
me are
me ame!
me
Meine Gesangslehrerin, Frau Inge Uibel, sagte mir immer: Wenn Du Dein Klang hörst, liegt er schon in der Vergangenheit! Singen ist ein merkwürdiges Geschäft, wo man im voraus plant, in der Gegenwart agiert und in der Vergangenheit hört. Alles gleichzeitig. Mein Stück „ad-diction“ spielt mit der Idee, dass addierten Wörter in einem Satz der Sinn komplett verändern können. Wörter werden in der Gegenwart gesprochen, gesungen, bleiben aber als Erinnerung der Vergangenheit und somit verändern sie die Gegenwart. Und wiederholen sich, wie in einem Sucht.
ich
ich will
will ich?
ich will nicht
nicht ich!
ich will aber
aber nicht...
aber ich
aber wenn
wenn ich will, wenn ich nicht will,
wenn nicht,
wenn ich nicht?..
Jetzt
Jetzt will ich!
Jetzt, jetzt!
Ralph Günthner wurde in Stuttgart geboren. Er studierte von 1986 bis 1992 an der Hochschule für Darstellende Kunst und Musik in Stuttgart bei Prof. Enrique Santiago und später Streichquartett in der Meisterklasse des “Melos Quartetts”. 1992 begann er ein weiteres Studium in der Meisterklasse von Prof. Hermann Voss. 1993 wurde er Stimmführer in der Thüringer Philharmonie in Suhl und drei Jahre später in der Brandenburgischen Philharmonie Potsdam. Dort gründete er 1997 zusammen mit anderen Stimmführern des Orchesters das Persius Ensemble, ein klassisches Nonett. Im Jahre 2001 war er Gründungsmitglied der Kammerakademie Potsdam.
Ludwig Persius (1803–1845) war der Architekt des Königs, Friedrich Wilhelms IV. von Preußen. Er wurde in Potsdam geboren, war Schüler von Karl Friedrich Schinkel (1781–1841) und prägte entscheidend das Gesicht der Stadt Potsdam mit der inspirativen Kraft seiner Schlösser- und Villenbauten im und um den Park Sanssouci.
Im Jahre 1998 haben fünf Bläsersolisten, der Konzertmeister und drei Stimmführer der bis zum Jahr 2000 noch bestehenden Brandenburgischen Philharmonie Potsdam das Experiment gewagt, die Künste Musik und Architektur durch eine Synthese aus Konzert und Vortrag an einem kunsthistorisch interessantem Ort zu verbinden. Aus dem Versuch wurde rasch die beliebte Konzertreihe Musik und Architektur, in deren Rahmen bis heute mehr als 20 verschiedene Projekte realisiert werden konnten – Grund genug für das neunköpfige Ensemble, sich als Namensgeber Ludwig Persius zu wählen, der zur gleichen Zeit wie Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) am Hofe des Preußischen Königs in Dienst stand.
Das Persius Ensemble wird heute zu bedeutenden Festivals eingeladen und ist gern gesehener Gast renommierter Konzertreihen in ganz Deutschland. Spielfreude und Lebendigkeit
ihrer technisch souveränen Interpretationen sind die von der Presse immer wieder hervorgehobenen Charakteristika des Ensembles. Dabei sind es oft die Raritäten des Repertoires und Bearbeitungen großer symphonischer Werke, welche besonderes Interesse wecken.
Daniel Gutiérrez stammt aus Quito – Ecuador. In seiner Heimat absolvierte er das technisch-musikalische Abitur am Nationalen Konservatorium für Musik in Quito im Fach Violoncello bei Prof. Henzel Harutyunyan und war 1999 bis 2002 Mitglied des Ecuadorianischen Jugend-Symphonie-Orchesters sowie des „Anden-Staaten“-Orchesters. Konzerte führten ihn durch Südamerika sowie nach Frankreich und Deutschland.
Daniel ist spezialisiert sowohl auf Alte als auch auf Neue Musik. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit stellt dabei die Kammermusik in diversen Ensembles dar, für welche er sich leidenschaftliche engagiert.
So ist er seit 2009 Mitglied des Ensemble Iberoamericano mit Konzerten in Barcelona, Madrid, Berlin, Leipzig, Jena und Weimar. Es liegen zwei CD-Produktionen mit dem Genuin-Label (Winnipeg. Música y Exilio mit Werken von Gorigoitia, Benguerel, García und de Falla) und dem ADLiB-Label (Werke von Brouwer, Ponce und Villa-Lobos) vor.
Zeitgenössische Musik spielt er auf internationalen Bühnen und Festivals mit dem ensemble via nova, sowie außerdem Alte Musik mit den Ensembles Pastyme Companye und Spirit of Gambo.
neue musik. undirigiert. international.
Wir widmen uns der Interpretation zeitgenössischer Kammermusik. Elektronik, Improvisation, szenische Elemente, Lichtinstallationen und neue Konzertformate finden ihren Platz bei uns. Wir spielen besonders gerne Uraufführungen und arbeiten deshalb eng mit Komponist:innen zusammen. So pflegen wir ein breites Repertoire neuer Werke.
Seit 2016 spielen wir fest in der Besetzung Flöte, Klarinette, Akkordeon, Violine und Violoncello. Der Name des Ensembles reicht allerdings schon wesentlich weiter zurück – der Weimarer Komponist Johannes K. Hildebrandt hat das ensemble via nova bereits 1994 gegründet um selbstbestimmte Programme zu entwickeln.
Wir sind regelmäßig auf internationalen Bühnen und Festivals zu erleben. Einige unserer Höhepunkte waren dabei Reisen nach Südkorea (Daegu), Großbritannien (London), Italien (Città di Castello) und Polen (Gdańsk).
Das Ensemble spielt bei den intersonanzen 2021 mit Nikita Geller vl, Daniel Gutièrrez vc, Moritz Schneidewendt kl, Marianna Schürmann fl und Neža Torkar akk
Frank Gutschmidt wurde 1971 in Brandenburg/Havel geboren.
Im Alter von 8 Jahren erhielt er dort an der Musikschule seinen ersten Klavierunterricht. Von 1989 bis 1997 studierte er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Dieter Zechlin, Annerose Schmidt und Alan Marks.
Im Alter von 14 Jahren trat er in der Fernsehsendung „Theo Adam lädt ein“ in der Semperoper Dresden mit dem Fantaisie-Impromptu von Chopin auf. 1986 und 1988 gewann er 1. Preise bei den Nationalen Wettbewerben „Johann Sebastian Bach“ in Leipzig und „Franz Liszt“ in Weimar. Er erhielt 1991 den Parke-Davis-Förderpreis und 1995 den Förderpreis der Musikakademie Rheinsberg.
Als Solist und Kammermusiker spielte er Konzerte auf renommierten Festivals, z.B. dem Musikfest Berlin, Klavier-Festival Ruhr, Ultraschall-Festival Berlin (Deutschlandradio/rbb), den Darmstädter Ferienkursen; u.a. in St. Petersburg („Sound-ways“), Moskau, Litauen, Bulgarien („March Music Days“), Rom, Mailand, Paris, London (Barbican) und Lissabon (Gulbenkian).
Neben der Zusammenarbeit mit Komponisten, die für ihn Klavierwerke schrieben, ist die Beschäftigung mit dem klassischen Repertoire für ihn zentral.
2001 und 2002 hat Frank Gutschmidt bei den Internationalen Stockhausen-Kursen in Kürten Preise für Aufführungen von Klavierstücken von Karlheinz Stockhausen gewonnen. Seitdem trat er in vielen Konzerten unter der Klangregie von Stockhausen als Solist und im Ensemble auf. Von 2003 bis 2013 lehrte er als Dozent bei den Stockhausen-Kursen Kürten. 2006 war er an der Aufführung von „Natürliche Dauern 1-15″(Uraufführung von 2-15) beteiligt. Sieben Stücke aus diesem Zyklus, die ihm gewidmet sind, spielte er für die Stockhausen- Gesamtausgabe auf CD ein.
Er hat das Gesamtwerk für Solo-Klavier von Stockhausen im Repertoire.
Quelle: https://www.rsb-online.de/kuenstler/frank-gutschmidt/